Message

Gebet zum Tag der Kranken

Der Tag der Kranken geht zurück auf die Initiative einer Tuberkulose-Ärztin im Jahr 1939

Der Tag der Kranken soll

  • gute Beziehungen zwischen Gesunden und Kranken fördern;
  • an die Pflichten von Gesunden gegenüber Kranken erinnern;
  • das Verständnis für die Bedürfnisse der Kranken fördern und
  • die Tätigkeit all jener anerkennen, die sich beruflich oder privat für Patienten einsetzen.

www.tagderkranken.ch


Krankheiten tauchen oft unerwartet auf und treffen Menschen unvorbereitet.

Von Krankheiten getroffene Menschen und ihr Umfeld entwickeln in Krankheitssituationen neue Bewältigungsstrategien, besondere Aufmerksamkeit füreinander und eine grosse Solidarität.

Unser Gebet zum Tag der Kranken am 1. März 2020, der auch im Zeichen der Sorge rund um die Ausbreitung des Corona-Virus steht, bittet um Kraft und Besonnenheit im Umgang mit Krankheit, um ein gutes Sensorium für von Krankheit Betroffene und Solidarität mit den Kranken und denjenigen, die sie pflegen, umsorgen und begleiten.


Ewiger Gott

Am heutigen Tag der Kranken legen wir Dir ganz besonders alle unsere Lieben und Bekannten ans Herz, die von einer Krankheit und von Gebrechlichkeit heimgesucht wurden. Leg Deinen schützenden Mantel um sie.

Wir beten auch für die Gesunden, die mit beiden Beinen im Leben stehen.

Gib ihnen das Sensorium für die Bedürfnisse der kranken Menschen und die Kraft, dort zu handeln, wo Menschen sie brauchen.

Wir beten für alle, die behandelnd, pflegend, begleitend an der Seite von Kranken stehen und dabei oft an die Grenzen ihrer eigenen Gesundheit gehen.

Stärke sie für die Herausforderungen, denen sie sich stellen. Wir danken dir für sie alle!

Wir sind beunruhigt und besorgt um das Virus, das sich in mehreren Ländern schnell ausbreitet und nun auch unsere Behörden zum Handeln zwingt.

Es zeigt, wie fragil unsere Gesundheit und unsere dicht vernetzte Welt ist, und wie schnell wir als Einzelne und als Gesellschaft bedroht sind.

Gib den Verantwortlichen in Regierungen, Unternehmungen und nicht zuletzt Religionsgemeinschaften die nötige Weisheit im Treffen der Entscheidungen, und uns allen die nötige Besonnenheit.

Lass uns als Gesellschaft zusammenstehen und solidarisch bleiben.

Und schliesslich wollen wir nicht vergessen, dass in vielen Ländern die Menschen Krankheiten viel ungeschützter ausgeliefert sind und kaum medizinische Einrichtungen haben, auf die sie zurückgreifen können.

Wir denken insbesondere an Menschen in Flüchtlingslagern und in Armut und Krieg.

Ihr Elend schreit zum Himmel und macht uns selber sprachlos.

Unser Gebet verbindet uns mit ihnen und erinnert uns, dass ihr Elend uns nicht gleichgültig bleiben darf.

Ewiger Gott wir vertrauen uns Dir an und bitten Dich im Namen unseres Heilandes Jesus Christus, dass Du uns hörst.

Amen


Kirchenrat des Kantons Zürich