Message

Ein Plus von 5,2 Millionen Franken für ein gutes Polster

7. 7. 2020: Die Kirchensynode genehmigt die Jahresrechnung der Zentralkasse der Reformierten Landeskirche mit einem Ertragsüberschuss von rund 5,2 Millionen Franken. «Eine Rechnung zum Geniessen», hiess es im Kirchenparlament im Blick auf den absehbaren Ertragsrückgang in den nächsten Jahren.

Die Jahresrechnung 2019 der Zentralkasse der Zürcher Landeskirche schliesst mit einem Plus von rund 5,2 Millionen Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von knapp 1,4 Millionen Franken. Hauptsächlich führten Unterschreitungen beim Personalaufwand (1,9 Mio. Fr), bei den Sachkosten (1,36 Mio. Fr.) und bei den Beiträgen (0,86 Mio. Fr.) auf der Aufwandseite sowie ein besseres Ergebnis bei den betrieblichen Erlösen und Rückerstattungen (1,36 Mio. Fr.) sowie Wertschriftengewinne und Finanzerträge zum guten Ergebnis. Die Kirchensynode genehmigte die Jahresrechnung an ihrer Sitzung vom 7. Juli mit 99 Ja-Stimmen (bei 104 anwesenden Synodalen). Das reformierte Kirchenparlament tagte für einmal in der Stadthalle in Bülach. Das Rathaus in Zürich, wo die Kirchensynode ihre Sitzungen üblicherweise abhält, bietet zu enge Platzverhältnisse, um die Schutzmassnahmen gegen die Corona-Pandemie gewährleisten zu können.

Der Ertragsüberschuss wird dem Eigenkapital zugeschrieben. Das Eigenkapital wächst damit auf rund 57 Millionen Franken. Das sei «eine Rechnung zum Geniessen» und sorge für eine gewisse Gelassenheit im Hinblick auf die wirtschaftlich anspruchsvolleren Zeiten, denen die Kirche entgegengehe, sagte Gerhard Hubmann, Präsident der Finanzkommission. Die Auswirkungen der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise schlagen sich für die Landeskirche und ihre Kirchgemeinden erst später nieder. Kirchenrätin Katharina Kull, Vorsteherin des Ressorts Finanzen, schätzt den Rückgang der Steuererträge in zwei Jahren auf ein Minus von gegen 25 Prozent bei den Unternehmen und ein Minus von 10 Prozent bei den Steuererträgen von Mitgliedern. Die Schätzungen seien noch unsicher und der Rückgang in den Kirchgemeinden sehr unterschiedlich, aber man tue gut daran, sich früh darauf einzustellen, sagte Katharina Kull. Die Kirchensynode wird sich in der Novembersitzung im Rahmen der Budgetdebatte erneut mit den finanziellen Perspektiven befassen.

Ebenfalls genehmigt wurde der Jahresbericht des Kirchenrates und der Rekurskommission 2019. Er steht unter dem Titel «Reformation verbindet Menschen». Das 500-Jahr-Jubiläum der Zürcher Reformation, wurde dank zahlreichen Fest- und Gedenkanlässen in der Zürcher Landeskirche zu einem Festreigen, der die Menschen zusammenbrachte: über konfessionelle Grenzen und weit über Generationen-, Sprach- und Landesgrenzen hinaus.

Mehr «Grüne Güggel»

In den kommenden Jahren will sich die Landeskirche stärker im Umweltbereich engagieren. Dies geht aus der Antwort des Kirchenrates auf eine Interpellation von Monica Müller, Dietlikon, zurück. Der Kirchenrat hält fest, dass Ökologie in den Legislaturzielen 2020 bis 2024 einen Schwerpunkt bildet: Mit «Umweltbewusst handeln» will der Kirchenrat ein für Kirchgemeinden und Gesamtkirchliche Dienste verbindliches Umweltmanagement schaffen und die Zertifizierung aller Kirchgemeinden mit dem «Grünen Güggel» erreichen. Ziel soll sein, über die Verringerung umweltbelastender Emissionen hinaus ein grundsätzlich umweltpositives Verhalten der Kirche zu fördern.

Den Jahresbericht und die Jahresrechnung finden Sie unter: www.zhref.ch/jahresbericht

Alle Geschäfte der Kirchensynode auf: www.zhref.ch/kirchensynode