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Die Landeskirche geht ins Labor

Mit dem Projekt «RefLab», das im nächsten Jahr startet, lanciert die Reformierte Landeskirche ein Laboratorium mit Netzwerkcharakter.

In neuen Formaten werden auch jüngere, kulturaffine und kosmopolitische Menschen Plattformen finden, wo sie über theologische, ethische und gesellschaftspolitische Fragen miteinander ins Gespräch kommen.

Die Reformierte Landeskirche plant unter dem Namen «RefLab» ein reformiertes Laboratorium, das im Januar 2020 seinen Betrieb aufnehmen wird. Der Kirchenrat hat kürzlich einen entsprechenden Entwicklungsauftrag erteilt. Gemäss Projektidee wird das «RefLab» als Netzwerkorganisation konzipiert, die sich mit aktuellen und existenziellen Fragen aus Perspektiven des christlichen Glaubens heraus beschäftigen wird. Das Label wird für offenes Fragen, neugieriges Zuhören und miteinander Lernen stehen.

Dabei erprobt die Reformierte Kirche eine ihrer angestammten Kernkompetenzen: Wissen, Kultur und Orientierung der christlichen Tradition agil und situativ mit zeitgenössischen Fragestellungen in ein fruchtbares Gespräch zu bringen. In allem wird eine theologisch differenzierte Reflexion angestrebt. Kommuniziert wird in erster Linie auf digitalen Kanälen: Social Media und Pod-castformate. Auch von den 'analogen' Veranstaltungen, die themenspezifisch zusammengestellte Projektteams vorbereiten, werden Aufnahmen erstellt und über Sharing-Plattformen zugänglich gemacht. Durch diese Verlagerung vom Angebot zur Plattform entwickelt sich die Landeskirche in diesem Bildungsbereich vom Anbieter zum Moderator.

Das «RefLab» wird sich an Menschen richten, die bildungsaffin sind und tendenziell eher jenen jungen Milieus zugehören, welche die Kirche in Zukunft besser erreichen möchte. Es braucht heute neue Formate, um diese Menschen zu erreichen. Dazu gehört auch die Verlagerung vom Standort zum Netzwerk: Das «RefLab» wird für die verschiedenen Themenfelder mit unterschiedlichen Partnern aus Kirchen, Wirtschaft, Politik, NGO’s, Kultur- und Bildungswesen sowie Medien zusammenarbeiten, um mit ihnen zurzeit relevante Fragestellungen auszumachen, zu vertiefen und in einen öffentlichen Diskurs zu bringen. Die Veranstaltungen werden deshalb an unterschiedlichen Orten in der Stadt und in der Agglomeration stattfinden. Das «RefLab»-Team selber wird am Hirschengraben 50 in den Räumlichkeiten der Gesamtkirchlichen Dienste der Landeskirche arbeiten.