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Die Frage nach dem fehlenden Gott bewegt

Im vergangenen Mai hat die Landeskirche eine Preisfrage ausgeschrieben: „Was fehlt, wenn Gott fehlt?". Bis Ende Jahr sind erfreuliche 362 Beiträge eingegangen. Ende März wird die Jury entscheiden.

Im Rahmen des Reformationsjubiläums hatte die Reformierte Landeskirche im letzten Frühling eine mit 5'000 Franken dotierte Preisfrage ausgeschrieben: «Was fehlt, wenn Gott fehlt?» Gesucht waren Menschen, die mutig wie die Reformatoren vor 500 Jahren Gott auf der Spur bleiben.

Die grosse Anzahl an Einsendungen hat überrascht und erfreut. Die Landeskirche konnte bis Ende Jahr insgesamt 362 Beiträge zu ihrer im Mai 2018 ausgeschriebenen Preisefrage «Was fehlt, wenn Gott fehlt?» verzeichnen. Darunter finden sich klassische Essays, Poetry-Slam- und Lied-Texte, Kurzgeschichten, Comics und Illustrationen, Gedichte, Theaterstücke und Kartensets.

Gesucht waren Personen, die ‒ mutig und radikal wie die Reformatoren damals ‒ Gott auf der Spur bleiben und für ihn überraschende Bilder und eine vielfältige Sprache finden. Neben der Vielfalt der Beitragsformen kann auch festgestellt werden, dass die Antworten aus allen Altersklassen stammen. Offensichtlich bewegt und beschäftigt die Preisfrage viele Menschen quer durch alle Generationen, was sich auch in den unterschiedlichen Zugangsweisen zum Thema spiegelt.

Die fünfköpfige Jury – Kulturvermittlerin Eva Fischlin, Literaturkritikerin Sieglinde Geisel, PH-Dozent und Slampoet Andreas Kessler, Kirchenrat Thomas Platz-Lutz sowie Rapperin Franziska Schläpfer alias Big Zis – hat bis Ende März, wenn sie ihre Entscheidung fällen wird, entsprechend viel zu tun. Die Preisverleihung und Vernissage einer Publikation mit den besten Beiträgen wird Mitte September stattfinden.