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Letzte Hilfe Schweiz

Was wir alle über Sterben, Tod und Trauer wissen sollten. Der niederschwellige Letzte Hilfe Kompaktkurs lädt ein mehr darüber zu erfahren.

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P R O J E K T


Der «Letzte Hilfe Kurs» vermittelt Grundwissen und möchte ermutigen sich Sterbenden zuzuwenden. Es ist ein Angebot für alle, die mehr darüber wissen möchten, was sie für einen Mitmenschen am Ende des Lebens tun können.

Screenshot (1330).pngWas ist letzte Hilfe

Erste Hilfe nach Unfällen zu leisten, wird in unserer Gesellschaft als eine selbstverständliche Aufgabe angesehen. Doch wie helfen wir Menschen, deren Lebensende gekommen ist? Das Lebensende und das Sterben machen uns als Mitmenschen oft hilflos.

Wir alle sind immer wieder auf andere angewiesen. Erste Hilfe und letzte Hilfe verbindet, dass es Menschen braucht, die anderen in der Not sorgend beistehen. Menschen, die achtsam sind und sich für andere engagieren wollen. Immer häufiger kommt das Sterben nicht plötzlich, sondern vorhersehbar und langsam.  Uns allen werden Sterben und Tod irgendwann begegnen. Es ist hilfreich, wenn wir Grundsätzliches darüber wissen und uns darauf vorbreiten. Der Letzte Hilfe Kurs möchte dazu beitragen.

Definitionen von Erste Hilfe und Letzte Hilfe nach Dr. Bollig:

Erste Hilfe: Maßnahmen zur Hilfe bei akuter Verletzung und Erkrankung mit dem primären Ziel, das Überleben der Betroffenen zu sichern.

Letzte Hilfe: Maßnahmen zur Hilfe bei lebensbedrohlichen Erkrankungen mit dem primären Ziel, der Linderung von Leiden und Erhaltung von Lebensqualität.

Quelle: www.letztehilfe.info

Screenshot (1327).pngWas ist der Letzte Hilfe Kurs

Der Letzte Hilfe Kurs ist ein kompakter Kurs, der Grundwissen über die Sterbebegleitung vermittelt. Erfahrene Mitarbeitende aus dem Bereich der Hospiz- und Palliativversorgung bieten Letzte Hilfe Kurse  vor Ort an. Die Kurse können kompakt an einem Vormittag, Nachmittag oder Abend absolviert werden. Die Teilnehmenden lernen Letzte Hilfe, also die Begleitung Schwerkranker und Sterbender am Lebensende.

Die vier Unterrichtsstunden stehen jeweils für eines der vier Module:
1. Sterben ist ein Teil des Lebens
2. Vorsorgen und Entscheiden
3. Leiden lindern
4. Abschied nehmen

Begründer

Die Idee eines Letzte Hilfe Kurses wurde von Georg Bollig, Dr. med.,PhD, MAS Palliative Care, DEAA Clin. Ass. Professor für Palliative Care An Der University Of Southern Denmark, Notfallmediziner und Forscher erstmals 2008 im Rahmen seiner Master Thesis zum Master of Advanced Studies (MAS) in Palliative Care beschrieben. Er arbeitet als Leitender Arzt des Palliativteams und der Palliativstation des Regionskrankenhauses in Süd-Dänemark (Sygehus Sønderjylland) und des Hospizes in Haderslev. Die Arbeit ist seit 2010 im LIT-Verlag als Buch erhältlich: Palliative Care für alte und demente Menschen lernen und lehren.

Nach der ersten Beschreibung wurden die Idee und die Kurse auf zahlreichen Veranstaltungen und Kongressen präsentiert. Die ersten Letzte Hilfe Kurse gab es 2014 in Norwegen und 2015 in Deutschland und Dänemark. Weitere Informationen zur Geschichte der Kurse finden sich in einem Übersichtsartikel von Bollig und Heller (2016): The last aid course – A Simple and Effective Concept to Teach the Public about Palliative Care and to Enhance the Public Discussion about Death and Dying

Quelle: www.letztehilfe.info

Screenshot (1331).pngLetzte Hilfe Kurs in der Schweiz

Mit dem demographischen Wandel wird eine sorgende Gemeinschaft zunehmend wichtiger und notwendiger. Immer mehr Menschen in der Schweiz möchten so lange wie möglich zu Hause leben und dort auch sterben wollen. Die Begleitung von Menschen in Sterben, Tod und Trauer gehört zu den seelsorglich-diakonischen Kernaufgaben der Kirche.

Die reformierte Landeskirche des Kantons Zürich sieht sich in der Mitverantwortung, Menschen Wissen über Sterben, Tod und Trauer niederschwellig zugänglich zu machen und sie zur Begleitung zu ermutigen. In ihrem Handeln beteiligt sie sich damit aktiv an einem Diskurs über ein gutes gemeinschaftliches Leben und Sterben. Denn nicht allein durch die professionellen Dienste, sondern nur mit dem Engagement und der Mitwirkung von Freiwilligen kann eine palliative-hospizliche Begleitung chronisch kranker und sterbender Menschen gelingen.

Der Letzte Hilfe Kurs trägt aktiv zur Bildung von sorgenden Gemeinschaften, sogenannten „Caring Communities“ bei.

Seit Dezember 2017 ist die evang.-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich offizielle Kooperationspartnerin des internationalen Projekts Letzte Hilfe Kurs. Sie ist Lizenznehmerin für die Schweiz und Trägerin von Letzte Hilfe Schweiz.

Mittlerweile beteiligen sich viele andere Kirchen und Organisationen aus dem Gesundheits- und Palliativversorgungsbereich aus anderen Kantonen an diesem Projekt. Die kantonalen Vertretungspersonen stehen im regelmässigen Austausch.


K U R S


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Der Letzte Hilfe Kurs ist ein Kurs für alle Interessierten an den Themen Sterben Tod und Trauer und wird stets von zwei zertifizierten durchgeführt. Mittlerweile werden die Kurse in vielen Kantonen angeboten. Seit 2020 auch auf Französisch. Bald auch auf Italienisch.

Inhalt

Im Letzte Hilfe Kurs erhalten Interessierte Informationen, Anregungen und Ermutigung, um sterbende Menschen begleiten zu können. Es werden Fragen behandelt wie: Was passiert beim Sterben? Wann beginnt das Sterben? Wie können wir als Laien unterstützen und begleiten? Wo können wir uns hinwenden, wenn es professionelle Unterstützung benötigt?

Der Kurs beinhaltet vier Themenschwerpunkte:

  1. Sterben ist ein Teil des Lebens
  2. Vorsorgen und Entscheiden
  3. Leiden lindern
  4. Abschied nehmen

Der kompakte Kurs möchte eine Übersicht geben und anregen sich auch weiterhin mit den Themen Sterben, Tod und Trauer auseinanderzusetzen. Er ermutigt, mit anderen Menschen darüber ins Gespräch zu kommen.

Die Durchführung ist in unterschiedlicher Form möglich. Als 4-stündiger Kurs Halbtageskurs oder als 6-sScreenshot (1326).pngtündiger Kurs inkl. Mittagspause von 10.00 -16.00 Uhr.

Der Besuch des Kurses ist für die Teilnehmenden vielerorts kostenfrei oder gegen einen geringen Unkostenbeitrag möglich.  Mittlerweile werden online Kurs getestet.  

Letzte Hilfe Kurse in den Kantonen:

 

Wenn Sie einen Kurs organisieren möchten:

Kontakte in den Kantonen:


Kontaktperson andere Kantone

 


K U R S L E I T U N G E N


Screenshot (1327).pngLetzte Hilfe Kurse werden stets von zwei zertifizierten Kursleitenden im Tandem durchgeführt. Im Kurs müssen verschiedene Bereiche der Hospiz- und Palliativversorgung repräsentiert sein (Ärzt*innen, Pflegefachpersonen, Seelsorger*innen, Sozialdiakon*innen, Sozialarbeiter*innen, usw.). Mindestens eine der Kursleitenden muss Arzt/Ärztin oder Pflegefachperson sein.

Die Kursleitungen stehe im Austausch mit der kantonalen Vertretungsperson des Letzte Hilfe Kurs.Ein regelmässiger Austausch wird organisiert.

Kursleiter*innenschulung

Voraussetzung für die Teilnahme an dieser Kursleiter*innenschulung sind Grundkenntnisse in der Hospiz- und Palliativversorgung, praktische Erfahrungen in der Begleitung schwer erkrankter und sterbender Menschen, sowie Erfahrungen in der Erwachsenenbildung. Die Schulung baut auf diesen Kenntnissen auf. Mit der Durchführung von Letzte Hilfe Kurse bringen sich Fachpersonen ein und engagieren sich sichtbar für eine sorgende Gemeinschaft. Die Schulung ist eintägig.

Vorgängig sollte ein Letzte Hilfe Kurs besucht werden, um sich ein Bild über das besondere Format dieses Kurses machen zu können.

Die Schulungen werden auf Deutsch und seit 2020 auch auf Französisch angeboten.

Termine Kursleiter*innenschulung:

Basel:
19. September 2020:
 katholischer Frauenbund, Nonnenweg 21, Basel
Kontakt: Ruth Madörin, Vorstand Palliative bs+bl Ressort Öffentlichkeitsarbeit, Strasse, 41, Muttenz, 079 377 07 30, ruth.madoerin@bluewin.ch

Zürich:
reformierte Landeskirche des Kanton Zürich, Hirschengraben 50, 8001 Zürich
Januar 2021: https://www.zhref.ch/intern/kurse/2021/letzte-hilfe-kursleiter-innenschulung-jan-21
Juni 2021
: https://www.zhref.ch/intern/kurse/2021/letzte-hilfe-kursleiter-innenschulung-jun-21
August 2021
: https://www.zhref.ch/intern/kurse/2021/letzte-hilfe-kursleiter-innenschulung-aug-21

Bern:
in Vorbereitung

Lausanne:
in Vorbereitung 


A K T U E L L


Aktuelle Informationen zum Thema Letzte Hilfe und die Themen Sterben, Tod und Trauer


Ü B E R   U N S


Die evang.-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich ist offizielle Kooperationspartnerin des internationalen Projekts LAST AID. Sie ist Lizenznehmerin für die Schweiz und Trägerin von Letzte Hilfe Schweiz.

Eva Niedermann, Alter und Generationen; Pflegefachfrau, MAS Palliative Care, zertifizierte Kursleiterin, Projektleitung Letzte Hilfe Schweiz, Vertreterin der Schweiz in der internationalen Arbeitsgruppe «Last Aid».

Evangelische-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich
Abt. Kirchenentwicklung
Blaufahnenstrasse 10
Postfach 8024 Zürich

E-Mail: eva.niedermann@zhref.ch

Tel. 044 258 92 95


I N T E R N A T I O N A L


Die Letzte Hilfe Kurs werden neben der Schweiz in Australien, Dänemark, Deutschland,  England, Estland, Litauen, Norwegen, Österreich, Slowenien und Schottland durchgeführt.