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Unterwegs zur Konfirmation

Bildung & Spiritualität

Aufbrechen und zusammen unterwegs sein – das hat viel mit Kirche zu tun. Angehende Konfirmanden und Konfirmandinnen aus dem Raum Winterthur spielten genau dies an einem Reisetag kreuz und quer durch den Kanton Zürich durch.


Rund 60 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Winterthur und Umgebung erlebten am 7. März einen Konf-Unti-Tag der besonderen Art. In Kleingruppen reisten sie mit Bus und S-Bahn quer durch den Kanton und lösten an verschiedenen Posten Aufgaben, knipsten Selfies und lernten nebenbei ei-
nander und ganz unterschiedliche kirchliche Orte kennen: Im Kreuzgang des Grossmünsters galt es ein Escape-Room-Rätsel zu lösen; in Bülach fragte
man, wie sich die Kirche ökologischer und nachhaltiger aufstellen kann, in Effretikon und Pfäffikon sprach man mit Betroffenen zum Thema Flucht und
Kirche oder man diskutierte mit einer Seelsorgerin aus der Psychiatrie aktuell die Frage, ob Gott die Menschen mit Krankheiten strafen wolle.

Zusammenspannen

Dabei sammeln die Jugendlichen möglichst viele Punkte. Begleitet wurden die Konfgruppen von Jungleitenden aus der Nachkonfarbeit. Das Handy
war altersgerecht ständiger Begleiter, Austauschmedium zur Koordination und Punktelieferant: Für ein Gruppenselfie vor einer Kirche wurden den Gruppen in diesem Spiel Bonuspunkte angerechnet.

Geplant und organisiert wurde der Anlass von der Hettlinger Pfarrerin Nadine Mittag und Isabelle Schär, Pfarrerin der reformierten Fabrikkirche Winterthur , zusammen mit weiteren Pfarrpersonen und Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern. Mit von der Partie waren Jugendliche und Jungleitende aus
den Kirchgemeinden Winterthur Stadt, Winterthur Veltheim, Winterthur Wülflingen, Winterthur Seen, Winterthur Töss, Hettlingen, Dägerlen und Seuzach-Thurtal. Es war das erste Mal, dass so viele Kirchgemeinden für ein Projekt des Konfirmandenunterrichts zusammenspannten.

Den eigenen Weg wählen

Bei den angehenden Konfirmandinnen und Konfirmanden kam der Reisetag gut an. «Dass wir unsere Route selber wählen konnten, hat mir gefal-
len», gab ein Teilnehmer zu Protokoll. Andere strichen das gute Gruppenerlebnis oder die Bekanntschaft mit neuen Leuten heraus.

Ein Ziel dieses regionalen Konftages war es, dass Jugendliche Kirche und Konfunti spannend, neu und kreativ erleben konnten. Wie vielfältig Kirche sein kann, davon bekamen sie an den 14 verschiedenen Posten in Kirchgemeinden und Institutionen einen Eindruck. In Gesprächen, Begegnungen oder mit kreativen Aufgaben setzten sie sich mit kirchlichen und gesellschaftlichen Themen auseinander.

Dabei auch nach der Konf

Ein anderer Fokus des Konfreisespiels war darauf gerichtet, die regionale Zusammenarbeit zwischen Kirchgemeinden und Mitarbeitenden zu stärken und Jungleitende in die Planung und Durchführung einzubinden. Der Reisetag löste dieses Versprechen ein und machte Lust auf mehr. 2021 soll die zweite Auflage des Konfreisespiels starten, coronabedingt etwas abgewandelt. Einige Teilnehmende wollen erneut dabei sein – dannzumal bereits konfirmiert und in der neuen Rolle als Jungleiter oder Jungleiterin.


Auf dem Weg zur Konfirmation und darüber hinaus: 2419 Jugendliche liessen sich 2020 durch die Zürcher Lan­deskirche konfirmieren. Der vorangehende Konfirmations­unterricht verteilt sich auf ein Jahr während der neunten Klasse. Einige Kirchgemeinden führen einen zweijährigen Kurs. Dieser Unterricht ist das letzte von fünf aufeinander aufbauen­den religionspädagogischen Angeboten der Kirche.

Auch nach der Konfirmation bietet die Kirche Räume und Gestaltungsfelder, in denen junge Erwachsene sich einbrin­gen und Verantwortung über­
nehmen können. Die Jugend­leiterausbildung «Zusammen auf Kurs» ist ein Beispiel dafür.

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