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Grüner Güggel Konvoi

Ab  Mai 2021 bzw. ab Mai 2022 können engagierte ref. Kirchgemeinden aus dem Kanton Zürich gemeinsam, unterstützt durch Fachpersonen vom Verein oeku und durch die ref. Landeskirche des Kanton Zürich, sich auf die Zertifizierung im Konvoi vorbereiten. Ablauf und Kosten sind nachfolgend beschrieben. Und wer mehr erfahren will, wie es so in einem Konvoi zu- und hergeht, liest weiter unten im Werkstattbericht.


Der Ablauf

Der Prozess dauert 15 bis 20 Monate.  Der Auftakt zum Konvoi 2022 ist für den 10. Mai von 18:00 bis 20:30 Uhr geplant. Der Auftakt zum ersten Konvoi fand am 25. Mai 2021 statt. - Beim Auftakt werden Sie

  • eine Übersicht über Ablauf erhalten - hier als Beispiel die von Frühjahrskonvoi (PDF)
  • erste Schritte des Umweltmanagements kennen lernen und Fragen klären
  • sich gegenseitig kennen lernen und Kontakte knüpfen.

Der Konvoi Ablauf wird exemplarisch visualisiert (entnommen aus der PDF-Präsentation):

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Der Aufwand

Der finanzielle und personelle Aufwand bis zur Erstzertifizierung ist in allen Kirchgemeinden bzw - für die Kirche Zürich, in den Kirchenkreise in etwa ähnlich. Es ist mit einer Dauer von etwa 15 bis 20 Monaten zu rechnen (Bild entnommen aus der PDF-Präsentation):

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Anmelden können Sie Ihre Kirchgemeinde per E-Mail an: svenja.espenhorst@zhref.ch. Bitte legen Sie der Anmeldung (falls vorhanden) den Beschluss der Kirchenpflege bei, den Grünen Güggel einzuführen (Protokollauszug).


Grüner Güggel Werkstattbericht

 Mehrere Umweltteams aus dem Konvoi, der im Frühjahr 2021 startete, lassen Sie in kurzen Blogbeiträgen am Prozess teilhaben und an dem, was sie rundherum bewegt.


Schöpfungsleitlinien zur Beschlussfassung eingereicht

Oktober 2021 (ses) Die Aussage „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“ wird Albert Schweitzer zugeschrieben. Wir haben sie unserem Entwurf der Schöpfungsleitlinien vorangestellt, eingedenk unserer Mitgeschöpflichkeit - der gemeinsamen Geschöpflichkeit der Natur. Und sind nun gespannt, was die Geschäftsführung und eventuell der Kirchenrat dazu sagen. - Ähnlich zu unserem Gedanken veröffentlichte just im September 2021 die Mitarbeitenden-Zeitschrift notabene einen lesenswerten Hauptartikel: zhref-7-2021-notabene.pdf


Uni Zürich: Was kann ich tun?

22.09.2021 (jdb) Beatrice Berner aus dem RefLab hat mich auf diese ÜBERAUS HILFREICHE Internetseite der Universität Zürich hingewiesen, die ich mit Ihnen teilen möchte. Sie enthält konkrete Hinweise, die uns beim Güggelprozess helfen können: https://www.sustainability.uzh.ch/de/sustainability-at-uzh.html Zum Beispiel gibt es Handlungstipps zu Reisen, IT-Geräte und Veranstaltungsorganisation: https://www.sustainability.uzh.ch/de/tips/Tipps-zu-nachhaltigem-Handeln/Allgemeine-Tipps.html


Auf dem Holzweg

20.09.2021 (jdb) Einen Moment lang wollte ich einen Computerschreibtisch aus Sheeshamholz im Internet bestellen. Obwohl mir der Name des mir unbekannten Holzes exotisch vorkam. Das Ding sah gut aus, war günstig und v.a. hatte es die richtigen Masse. Die Seite https://www.greenpeace.ch/de/publikation/3802/holzratgeber/ (und mein Ehemann) überzeugten mich, dass das nicht geht, weil es Tropenholz ist. Ich kann Skeptiker:innen (siehe Post unter mir) verstehen, wenn sie an Gewohnheiten festhalten und sich nicht von Umweltsorgen einschränken und ausbremsen lassen wollen. Langsam, aber sicher denken jedoch mehr und mehr Leute um...


Kritische Stimmen aus der Mitgliederumfrage

September 2021 (npa) Nicht alle sind begeistert vom Grünen Güggel. Einer regt sich auf, weil er fleischlose Kost befürchtet und nicht mag. Eine andere fühlt sich betüpft, wenn ihre lang ersehnten Ferien auf den Malediven "umweltschädlich" genannt werden. Wir lesen auch: „Ja, ja: Abfall trennen, aber dafür jeden Tag heiss duschen und in die Ferien fliegen“. Oder: „Die Kirche ist nicht sehr umweltrelevant, höchstens dann, wenn sie ihre Mitglieder zum (richtig) Handeln bringt und sich nicht vor unbequemen Aussagen scheut.“ Auch merken wir: Das Kompensationsdenken ist in unseren Köpfen fest verankert. - Diese Feedbacks sind uns ebenfalls wertvoll: Unser Bewusstsein für Fallstricke schärft sich.


Grünes Datenkonto kennengelernt

7.09.2021 (ses) Jährlich in wichtigen Bereichen den Ist-Zustand festhalten und - idealerweise - Verbesserungen sehen - dazu dient das Grüne Datenkonto. Auf Youtube finden sich mehrere Videos dazu. Der Präsenz-Kurs zeigte dann: Die Tücken liegen in den Details der Bedienung, angefangen vom Einloggen über das Anwählen des richtigen Buttons. Alles eine Sache der Übung, beruhigte Andreas Frei, unsere Kursleitung. - Hier noch eine Präsentation zum freiwilligen Energiecontrolling (PDF) im Grünen Datenkonto.


Schöpfungsleitlinien...

August 2021 (npa) Ich habe mir mal geschworen, nie mehr ein Leitbild zu erarbeiten, vor allem nicht in stundenlangen Diskussionen um einzelne Wörter oder das Layout. Für den Grünen Güggel braucht es jedoch die Schöpfungsleitlinien. Unsere Projektgruppe ging mit dem Segen der Kirchenpflege den einfachsten Weg: Wir bastelten in einer Sitzung aus vorhandenen Leitlinien anderer Kirchgemeinden unsere eigenen. Unseren Leitlinien soll ein Bibelvers vorangestellt sein. Unseren Entwurf gaben wir zur Besprechung in den Pfarrkonvent. Die theologische Diskussion, die dort entstand, war spannend: Was ist theologisch und vor allem biblisch die Grundlage einer umweltbewussten Lebensweise? Das führte zu einem anderen Bibelzitat. Die Projektgruppe blieb aber bei ihrem Favoriten: Ich zeige euch den Weg zum Leben (Psalm 16). Der Pfarrkonvent nahm es gelassen.

Zum Nachdenken angestossen hat der Entwurf auch mit einem anderen Punkt: Als fusionierte, nunmehr grössere Kirchgemeinde in hügeliger Landschaft liegt uns eine umweltverträgliche Mobilität vor Ort am Herzen. Darum haben wir diese in die Leitlinien aufgenommen. Dies führte bei den Pfarrpersonen zur Frage, ob Gemeindereisen per Flugzeug nun nicht mehr erlaubt seien. Und was die Alternativen sein könnten.

So merke ich: Das Ringen um Worte für ein schlüssiges und breit getragenes Leitbild lohnt sich eben doch! Nachdem wir nun alle Layout- und Wortänderungen verarbeitet haben, legen wir in den nächsten Tagen die Leitlinien der Kirchenpflege zum Beschluss vor.


6. Teil-Bericht des Weltklimarats IPCC warnt eindringlich

11.08.2021 (ses) Vor zwei Tagen präsentierte der Weltklimarat die aktuellen Befunde zur Erderwärmung. Das Wichtigste ist sehr knapp gesagt: Das Zeitfenster für den Kampf gegen den Klimawandel schliesst sich bald. Nur, wenn weltweit die CO2equivalenten Emissionen jährlich um fünf Prozent gesenkt werden, kann das Ziel des Pariser Klimaabkommens noch erreicht werden: Die Erderwärmung auf 1,5 bis 2 Grad Celsius zu begrenzen. Das motiviert uns im Grünen Güggel Prozess!  - Deutschsprachige Webseite des IPCC mit detaillierten Ergebnissen.


Religion und Umweltschutz - untersucht von der Uni Basel

11.08.2021 (ses) Wie beeinflussen Religionen die Haltung und Massnahmen zum Umweltschutz? Das erforscht die theologische Fakultät  an der Uni Basel in mehreren Studien. Erste Teilergebnisse sind zusammengefasst (PDF):

  • "Die meisten Interviewpartner*innen begründen ihr Interesse für ökologische Fragen naturwissenschaftlich und/oder sozial.
  • Meist «theoretisches» Wissen, dass Umweltschutz und Religion zusammengehören, häufig aber nur bedingte Weitergabe durch Religionsgemeinschaften.
  • Lokale religiöse Gemeinschaften engagieren sich durchschnittlich weniger stark für die Umwelt als deren regionale oder nationale Dachverbände.
  • Kooperationen zwischen unterschiedlichen Konfessionen und Religionen, aber auch mit nichtreligiösen Partner*innen sollten öfter angestossen werden. Die Bereitschaft zur Teilnahme besteht beidseitig, es mangelt meist nur der «ersten Schritt»."

"Grüner Güggel Logo" auf der Visitenkarte

13.07.2021(ses) "Das Logo GG darf von zertifizierten Gemeinden und von Kirchgemeinden, die am Aufbau des UMS sind, für kommunikative Zwecke verwendet werden (z.B. zur Vorstellung des Projektes im Pfarrblatt).", so schreibt der Verein oeku auf seiner Webseite und liefert gleich das Marketing-Material dazu. ... und beispielsweise so setzen wir es bei der Landeskirche ein, aufgedruckt auf einer Korrespondenzkarte:

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Mache dich auf - bitte mit E-Bike!

13.07.2021 (npa) Als fusionierte Kirchgemeinde Sihltal haben wir um einiges längere Wege während unserer Arbeitszeit als früher, vor allem für das Hin und Her zwischen den beiden Kirchenorten, aber auch bei Hausbesuchen. Fahrgemeinschaften wurden schon anfangs im Fusionsprozess eingeführt. In und um Adliswil und Langnau geht`s meistens steil bergauf und bergab. Deshalb haben einige Pfarrpersonen und Mitarbeitende bereits seit Jahren privat E-Bikes. Nun hat eine Mitarbeiterin für jeden unserer Kirchenorte ein "berufliches" E-Bike beantragt. Diese lassen sich online reservieren. So können wir noch mehr aufs Autofahren verzichten und bewegen uns zudem öfters an der frischen Luft.

Zum Vertiefen: Die Zeitung "Velototal" hat im April 2021 einen Bericht zur Ökobilanz von E-Bikes im Vergleich mit anderen Verkehrsmitteln veröffentlicht (externer Link).


Kreatives Umweltprogramm!?!

08.07.2021 (ses) Auf eins freue ich mich besonders: Für das Umweltprogramm "um die Ecke zu denken". Was wird uns noch einfallen, nachdem wir "das Übliche" aufgegleist haben? Tolle Ideen kommen aus Kirchgemeinden; die Impulse und Tipps der kirchlichen Bildungsarbeit nehmen sie auf. Heute Morgen besonders gefallen hat mir - nach einem Blick in meinen Schrank - der Kleidertausch statt Kleiderkauf der ref. Kirche Uster.


Mitarbeitenden-Umfrage gestartet

08.07.2021 (ses) Für die GKD haben wir die von oeku bereitgestellte "Kurzversion" der Umfrage angereichert mit den verschiedenen Umweltdimensionen, die im Umweltprogramm zur Sprache kommen. Alles dann auf SurveyMonkey eingetippt und den Link an mehr als 100 Personen geschickt, welche angestellt von der Landeskirche in B14, B10, H7 und H50 arbeiten. Ende Juli wissen wir mehr: Kennen unsere Arbeitskolleginnen und -Kollegen überhaupt bereits durchgeführte Massnahmen? Und: Wo haben wir ihres Erachtens nach noch Luft nach oben?


Kleinvieh macht auch Mist

22.06.2021 (ses) Ob im Büro, im Home Office oder bei der täglichen Hausarbeit - unsere kleinen elektronischen Helferlein möchten wir nicht missen. Jedoch wären wir froh über eine geringere Stromrechnung. Die Broschüre "Effiziente Elektronik" von EnergieSchweiz erklärt, wie die Geräte - statt in den Stand-by-Modus versetzt - schnell und elegant abgeschaltet werden können sowie was für sonstige Spartipps es für Computer, Fernseher, Stereoanlage und Co gibt. Darüber und noch breiter informiert die Webseite https://www.energie-umwelt.ch/. Und hier kann jede:r den Stromverbrauch im Haushalt berechnen: www.energybox.ch.


Klimatheologe zu Gast im RefLab

16.06.2021 (jdb) Christ:innen sehen zunehmend die Notwendigkeit, die eigene Tradition fundamental zu hinterfragen. Vor dem Hintergrund der globalen Klimakrise hat sich die Wahrnehmung verschoben. Was lange als "zivilisiert" und "hochkulturell" galt, erscheint heute mitunter als problematisch. Und sogenannte "primitive" Kulturen und Religionen erfahren eine Aufwertung. Das Know-how indigener Völker findet Eingang in internationale Regelwerke zum Klima- und Artenvielfaltschutz. In der nächsten Ausgabe des Podcasts TheoLounge des RefLab spricht Johanna Di Blasi mit dem Bonner Theologen Andreas Krebs über kirchliche Leitfäden zur  "Bewahrung der Schöpfung" und darüber, was "christlicher Animismus" sein könnte. Entsprechend konstruktiv-kritisch sehen wir uns im Umweltteam derzeit die vorm Kirchenrat im Jahr 2013 verabschiedeten Schöpfungsleitlinien an.

PS: Zum Thema «Theology in the Anthropocene» hält der Theologe Andreas Krebs übrigens vom 15-17.07.2021 eine Online-Konferenz in englischer Sprache ab.


Smarter reisen

14.06.2021 (jdb) Der deutsch-britische Künstler Tino Sehgal wurde vom Vielflieger zum Reisevermeider. Ich - Johanna - habe vergangenen Sommer ein paar praktische Tipps für klimaschonendes Reisen von ihm aufgeschnappt, die nach wie vor aktuell sind: https://www.reflab.ch/delfine-vor-brasilien/ Am Klimaschonendsten ist es natürlich, zu Hause respektive im Homeoffice zu bleiben. 😉


Wie sieht die Klimabilanz von Videokonferenzen aus?

10.06.2021 (jdb) Viele von uns sitzen gefühlt ständig in Videokonferenzen. Was machen Online-Konferenzen mit der CO2-Bilanz?, fragte ich - Johanna - in einer Umweltteam-Sitzung. Andreas Frei sandte umgehend Infos. Verglichen mit analogen Treffen verursachen digitale Meetings in der Regel deutlich weniger Treibhausgase. Für fundierte CO2-Bilanzierungen existieren derzeit noch nicht ausreichend Datenmengen, aber es wird geschätzt, dass pro Teilnehmer:in der Ausstoss für eine einstündige Videokonferenz zwischen ca. 0,05 kg CO2 bis 60 kg variiert. Die Zahl basiert auf Erhebungen des Umweltbundesamtes (UBA) und einer Studie von «Green Cloud Computing» aus dem Jahr 2020. Die Ausstossmenge hänge von der Art der Konferenzen ab (Teilnehmerzahl, HD-Qualität etc.). Zwischendurch Videos ausschalten ist übrigens nicht unhöflich, sondern smart: Es spart Übertragungsenergie. Weitere Infos unter www.klima-kollekte.de


    Kirchgemeinde Dietlikon stärkt die Biodiversität 09.06.2021 (ses)

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    Kirchgemeinde Affoltern am Albis baut Wildbienenhotel 09.06.2021 (ses)

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    Kirchgemeinde Sihltal: Ideen-Briefkasten steht!

    07.06.2021 (npa) Elementar ist für den Grünen Güggel die Beteiligung der Gemeindemitglieder. Das macht Sinn: Schliesslich soll nicht nur etwas Konkretes verbessert, sondern auch eine neue Haltung gegenüber der Umwelt gefördert werden. Um unsere Mitglieder mit ihren Ideen an Bord zu holen, haben Umweltbeauftragte und Jugendliche aus Altholz Briefkästen gebaut und beschriftet. Diese wurden an der Kirchgemeindeversammlung gezeigt und an vier Orten aufgestellt. Im Innern finden Interessierte Infos zum Grünen Güggel und ein Blatt, um Ideen einzureichen. Natürlich gibt es auch auf unserer Webseite einen (virtuellen) Ideen-Briefkasten!

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    Marianne Kaufmann (Kirchenpflege, Umweltbeauftragte) und Ueli Amman, Mitglied des Umweltteams stellen an der Kirchgemeindeversammlung den Ideen-Briefkasten vor. Damit startet das Projekt „Grüner Güggel“ in der Kirchgemeinde Sihltal für alle sichtbar. (Bild: npa)


    Kirchgemeinde Sihltal: Aufbruch zum Grünen Güggel

    28.05.2021 (npa) 40 fleissige Kinder und Jugendliche wühlen in der Erde, sammeln Steine, graben Wurzeln aus, planen Kräuterbeete und pflanzen Setzlinge. Bereits im Bewusstsein, den Weg des Grünen Güggels gehen zu wollen, stellte das Leitungsteam das Herbstlager 2020 unter das Motto „Ab in Garte!“ und gestaltete mit den Teilnehmenden rund um die Kirche Langnau verschiedene Beete zur Förderung der Biodiversität. Die Begeisterung und das Ergebnis liessen sich wunderbar als Argumente für den Kirchenpflege-Entscheid im Herbst 2020 brauchen: So viel Spass kann Nachhaltigkeit machen!

    Herbstlager 2020 in der Kirchgemeinde Sihltal: Beete, beschienen von der Sonne, werden gestaltet (Foto: npa)
    Herbstlager 2020 in der Kirchgemeinde Sihltal: Beete, beschienen von der Sonne, werden gestaltet (Foto: npa)

    Andreas Frei im Interview

    26.05.2021 (jdb) Anlässlich des Auftakts vom Frühjahrskonvoi 2021 / 2022 stand Andreas Frei vom ökumenischen Verein oeku Kirchen für die Umwelt Rede und Antwort zu Fragen, die Johanna zusammen gestellt hat - hier geht es zum Video.

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    Impressionen vom Auftakt des Frühjahrskonvois 2021 /2022

    26.06.2021 (ses / jdb: Fotos) Schön war es. Intensiv war es - unser Auftakt mit rund 35 Personen. Hier einige Impressionen ... und die Medienmitteilung der Zürcher Landeskirche (PDF).

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    Teilnehmende an der Auftakt-Veranstaltung des Grünen Güggel Konvois
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    Andreas Frei geht auf die vorher geäusserten Erwartungen und Fragen ein.


    Grüner-Güggel-Prädikat

    10.05.2021 (jdb) Hier finden Interessierte das Register zertifizierter Kirchgemeinden in der Schweiz. Die Liste führt die Zertifizierungsstelle oeku Kirchen für die Umwelt. Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Meilen, die Katholische Kirche Sirnach, die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Stäfa und fünf weitere Gemeinden sind schon das zweite Mal zertifiziert.

    Wer sich über die evangelisch-reformierten Kirchgemeinden im Kanton Zürich visuell informieren möchte, findet auf dieser Webseite unten eine Landkarte: Sie zeigt alle Kirchgemeinden, die sich entweder auf den Weg gemacht haben oder bereits das Umweltlabel tragen.


    Vorbild ist der «Grüne Hahn»

    09.05.2021 (jdb) «Kirchen können nicht öffentlich Wasser predigen und heimlich Wein trinken», sagt Martin Goebel, der Umweltbeauftragter der Evangelisch-reformierten Kirche in Deutschland. Die Evangelischen Kirchen in Deutschland mit ihren Einrichtungen verbrauchten 1995 so viel Energie wie die Stadt Hannover – und sorgen für CO2-Emissionen in Höhe von Kenia und dem Sudan zusammen. Weil das nicht so bleiben durfte, betreiben viele Landeskirchen seit Jahren Umweltmanagement unter dem Namen „Grüner Hahn", im süddeutschen Raum auch "Grüner Gockel" genannt.


    Wir leben ökologisch auf (zu) grossem Fuss

    08.05.2021 (jdb) Ein Berliner Museum, der Martin-Gropius-Bau, hat im Sommer 2020 seine Energiebilanz im Rahmen der Ausstellung "Down to Earth" offengelegt. Die Ausstellung selbst war "unplugged", ohne elektrische Energie: kein Computer, kene Klimatisierung und natürliches Licht statt elektrisches. Ziel war es, einen Bewusstseinswandel anzuregen. Die Liste des jährlichen Energie- und Materialverbrauchs der Institution liest sich fast wie ein Sündenregister:

    • Der Gesamtenergieverbrauch des Museums liegt jährlich bei etwa fünf Millionen Kilowattstunden Strom.
    • Knapp sieben Millionen Liter Wasser werden in dem Haus jährlich verbraucht.
    • Die Emissionen von Treibhausgasen (CO2-Äquivalente) pro Mitarbeiter:in liegen jährlich bei knapp 28 Tonnen. Zum Vergleich: eine 100 Jahre alte Fichte kann 2,6 Tonnen CO2 speichern.
    • Rund 100 000 Kilometer an Dienstreisen mit Flugzeugen wurden (vor dem Corona-Ausbruch) jährlich geflogen, etwa zweieinhalb Erdumrundungen entlang des Äquators.
    • Ein rund 14 Meter hoher Stapel an Papier wird pro Jahr bedruckt.
    • Und es fallen knapp 30 Tonnen Restmüll an, was etwa 300 000 Tafeln Schokolade entspricht
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      Gott in der Klimakrise

      07.05.2021 (jdb) Genau im richtigen Moment erscheint im TVZ das Buch "Gott in der Klimakrise". Herausgeber sind David Plüss und Sabine Scheuter. Wir empfehlen es Ihnen wärmstens. Unser Schöpfungsglaube bleibt nicht unberührt von der Klimakrise. Wir müssen unser Verhältnis zu Natur und Umwelt grundlegend überdenken. "Das Thema Schöpfung ist nicht mehr zu trennen von den Herausforderungen, vor die uns die Klimakrise stellt. Sie hat nicht nur ethische Implikationen, sondern sie geht tiefer, erschüttert auch Glaubenswahrheiten und Gottesbilder."

       


      Unser Umweltteam: Meetings planen, Kommunikation organisieren

      05.05.2021 (ses) Schnell, schnell - als erstes möchte ich Teamsitzungen fixieren, abhängig von Schulferien, den Konvoi-Terminen und den Sitzungen unserer Geschäftsleitung. Denn mindestens viermal werden wir Zwischenergebnisse dem Management vorlegen. Der Grüne Güggel Prozess ist unser Taktgeber. Und als zweites: Wir werden in der Landeskirche regelmässig kommunizieren wollen und müssen. Welche bestehenden Gefässe lassen sich nutzen? Auch das versuche ich schon in Erfahrung zu bringen.


      Aus der ref. Kirchgemeinde Dübendorf: Das Umweltteam weist mit einem Plakat auf nachhaltiges Einkaufen hin ((c) Andreas Frei)

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      Das Umweltteam der Landeskirche lernt sich kennen

      04.05.2021 (ses) Vier im Kernteam - klein, fein, agil: Gemeinsame Termine werden wir sicher relativ einfach finden. Gut! Sind wir auch genug, um die Arbeit zu schultern? Werden wir sehen. Immerhin können wir auf den Schultern von Riesen aufbauen - Vorarbeiten in der Landeskirche gibt es bereits; auch andere Landeskirchen geben wohl auf Anfrage Einblicke. Schön ist: Das erste Kennenlernen im Team zeigte: Wir sind sehr divers und komplementär aufgestellt. Kommunikationstark die eine, Zahlen- und Fakten-affin die nächste, der dritte mag Konkretes, Handfestes. Und ich selbst habe Freude am Organisieren unseres Projektes.


      Globale Erwärmung:  Was können wir tun?

      03.05.2021 (ses) Abends auf dem gemütlichen Sofa lese ich Düsteres: Forscher:innen des Climate Action Trackers, der mit Klimadaten vieler Länder gespeist wird, prognostizieren: Wenn alle bisher geplanten Klimaschutzmassnahmen umgesetzt werden, wird die Erderwärmung bis zum Jahr 2100 im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bei 2,4 Grad Celsius liegen. Nur wenn bis 2030 alle globalen Emissionen halbiert werden, kann der Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden, dem Ziel des Pariser Klimaabkommens. - In zwanzig Tagen startet unser Grüner Güggel-Prozess. Können wir ähnlich ambitionierte Ziele für die Landeskirche fassen: Eine Reduktion unseres ökologischen Fussabdrucks um die Hälfte bis 2030?


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      Unser Anspruch:

      • Aus persönlicher Sicht regelmässig Einblicke in den Prozess bis zur Erstzertifizierung im Güggel Frühjahrskonvoi 2021 / 2022 geben.
      • Leserfreundlich knapp bleiben bei etwa 600 Zeichen je Beitrag plus Überschrift, Datum und Namenskürzel.
      • Alle Geschlechter gleichermassen ansprechen: Wir gen:dern mit Doppelpunkt.
      • Klar ist: Für alle Beiträge und Fotos sind die Rechte geklärt.