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5 Lagerformen

Grundsätzlich sind verschiedene Lagerformen auch für Module des rpg denkbar. Entscheidend sind die Zielsetzungen des Lagers, Themen und Inhalte. Dazu kommen äussere Faktoren wie Budget, Jahreszeit etc. Ist vielleicht im Mittelstufenalter das Hauslager die beste Form, so kann mit Konfirmandinnen und Konfirmanden ein Velolager eine gute Option sein.

Hauslager

Bei einem Hauslager ist ein Lagerhaus die Basis für alle Aktivitäten. Je nach Ausstattung des Hauses können Aktivitäten drinnen und draussen durchgeführt werden. Ausflüge und Exkursionen ergänzen das Programm. Wird ein Haus mit Verpflegungsangebot gebucht, entfällt die Organisation der Küche, dafür ist der Grundtarif pro Teilnehmenden höher. Die Selbstverpflegungsvariante bietet neben geringen Kosten höhere Flexibilität. Das gemeinsame Kochen und Abwaschen können ein pädagogisch wertvoller Programmpunkt sein.

Tageslager

Bei einem Tageslager finden die Aktivitäten an einem Ort statt, die Kinder und Jugendlichen übernachten jedoch zu Hause. Znüni, Zmittag und Zvieri sind Bestandteile des Lagers. Die Erfahrung zeigt, dass Auffang- und Betreuungszeiten für jüngere Kinder ein gutes ergänzendes Angebot für die Eltern darstellen. Findet das Lager im Kirchgemeindehaus statt, reduzieren sich auch die Hauskosten. Gratis ist jedoch diese Form auch nicht, da personelle Ressourcen der Kirchgemeinde (Sigrist/in, Betreuungspersonen etc.) beansprucht werden.

Wanderlager

Mit älteren Kindern und Jugendlichen kann ein Wanderlager ein einmaliges Erlebnis sein, z. B. einen der bekannten Pilgerwege zu gehen. Hier ist der gemeinsame Weg das Ziel. Daneben sind das Erleben und Kennenlernen von Menschen, Orten und Landschaften etwas Besonderes. Die Organisation der Unterkunft ist insofern schwieriger als für jeden Tag ein neues, passendes Quartier gesucht werden muss und die Teilnehmenden noch genug Zeit für Ruhe und Erholung haben müssen.

Weiterer Informationen zum Wandern siehe 8.1.2 Wandern.

Zeltlager

Ein Zeltlager ist ein grosser Aufwand. Es muss ein geeigneter Lagerplatz gefunden werden, alle Bauten müssen erstellt, Materialien und Zelte besorgt werden, die Teilnehmenden müssen über Schlafsäcke und Essbesteck verfügen. Dafür ist das Bauen ein grosses gemeinsames Erlebnis. Doch bei schlechtem Wetter kann schnell einmal die Stimmung kippen, weil Zelte undicht sind, der Lagerplatz eine Schlammwüste wird und evtl. kein Gemeinschaftsraum zur Verfügung steht. Auf offiziellen Zelt- und Campingplätzen hingegen ist die Infrastruktur vorhanden. Wie beim Hauslager bildet der Lagerplatz den Ausgangspunkt aller Aktivitäten.

Velolager

Hier gilt das Gleiche für das Unterwegssein wie bei einem Wanderlager. Hinzu kommt, dass die Teilnahme mit einer grösseren Gruppe im Strassenverkehr geübt sein muss. Alle Teilnehmenden müssen über ein verkehrstüchtiges Velo verfügen, eine Helmpflicht ist empfohlen. Auch die Kondition der Teilnehmenden ist zu beachten, weil nur wenige Kinder und Jugendliche geübt sind, weitere Strecken mit dem Velo zu fahren.

Weitere Informationen zum Velolager siehe 8.1.3 Velotouren.