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3 Lagerleitung

Ein gelungenes Lager ist Ergebnis eines Gemeinschaftsprojekts. Wenn die Verantwortung auf viele Schultern verteilt ist, fühlen sich auch mehr Personen für das Gelingen des Lagers verantwortlich. Trotzdem braucht es eine Hauptleitung.

3.1   Verantwortung Hauptleitung

Die Hauptleitung besteht in der Regel aus einer Person.

Diese

  • ist Ansprechperson und verantwortliche Person gegenüber Kirchenpflege und Eltern.
  • verantwortet die Vorbereitung und Durchführung.
  • verantwortet das Lagerbudget und die Abrechnung.
  • verantwortet die Kommunikation über das Lager, in Krisensituation vor allem nach aussen.
  • ist Ansprechperson für die Teammitglieder.
  • delegiert Aufgaben.
  • hat den Überblick und kann in Notsituationen einspringen.
  • hat die Lageratmosphäre und Teamkultur im Blick.
  • spricht Unstimmigkeiten und Konflikte an und sucht zusammen mit den Betroffenen nach Lösungen.
  • ist gegenüber dem Vermieter verantwortlich.

 Zu den rechtlichen Fragen siehe auch 7.5 Verantwortung.

3.2   Teambildung

Die Teamkultur ist für das Gelingen eines Lagers von grosser Bedeutung. Das Leitungsteam sollte untereinander eine offene und wertschätzende Kommunikation pflegen. Spannungen im Team werden von den Teilnehmenden schnell bemerkt und wirken sich auf die Lageratmosphäre aus.

Das Leitungsteam hat für die Kinder und Jugendlichen eine Vorbildfunktion.

Konstituiert sich ein Team neu, ist das gegenseitige Kennenlernen im Team wichtig. Das braucht entsprechend Zeit. Regeln, die von allen eingehalten werden sollen (z. B. Nachtruhe, Entscheidungen über Nichtteilnahme am Programm, Umgang mit Alkohol und Rauchen etc.) sollten im Team gemeinsam abgesprochen werden. Gerade wenn das Leitungsteam nicht nur aus Angestellten der Kirchgemeinde besteht, ist es wichtig, alle ins Boot zu holen (Küchencrew, freiwillige Begleitperson, Jungleiter/innen und Jugendleiter/innen etc.). Wenn möglich, sollte das Team aus einer guten Mischung aus erfahrenen und neuen Leitungspersonen bestehen.

3.3   Ausrüstung

Das geplante Programm bestimmt die Ausrüstung. Eine im Programmplanungsraster eingefügte Spalte für das benötigte Material erleichtert später das Erstellen der Materialliste. Auch das für das Schlechtwetter-Programm benötigte Material muss aufgeführt werden. Einige Spielesammlungen, Bälle für drinnen und draussen, Freizeitspiele sollten nie fehlen. Die Teilnehmenden können zudem Tischtennisschläger o. ä. selbst mitnehmen. Für den Transport bieten sich handliche Boxen oder Klappkisten an, die gut gestapelt und transportiert werden können. Die einmalige Anschaffung lohnt sich meistens.

Neben der persönlichen Ausrüstung sollten eine Lagerapotheke und eine Tourenapotheke nicht fehlen.

Der Schulärztliche Dienst des Kanton Zürich gibt dazu ein Merkblatt heraus. Auch bei den Jugendverbänden sind Checklisten vorhanden. (Suche: Lagerapotheke). Apotheken beraten ebenfalls gerne.