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Pfarrkapitel

Im Pfarrkapitel versammeln sich die in einem kirchlichen Bezirk wohnhaften Mitglieder des zürcherischen Ministeriums. Jedes Pfarrkapitel wählt auf die Dauer von vier Jahren seine Vorsteherschaft, bestehend aus der Dekanin bzw. dem Dekan und mindestens zwei weiteren Mitgliedern.

Tätigkeiten der Pfarrkapitel

Das Kapitel versammelt sich in der Regel alljährlich zweimal, im Frühjahr und im Herbst, ausserordentlicherweise auf Einladung des Dekans oder auf Begehren der Mitglieder.
Dem Pfarrkapitel obliegen gemäss Art. 190 KO insbesondere:

  • Stellungnahme zu kirchlichen Fragen auf Einladung des Kirchenrates oder der Bezirkskirchenpflege
  • Behandlung theologischer und gesellschaftlicher Fragen im Blick auf die pfarramtliche Arbeit und auf die Entwicklung neuer Lösungsansätze in der kirchlichen Praxis
  • Antragstellung zu kirchlichen Anliegen, bezüglich des eigenen Bezirkes zuhanden der Bezirkskirchenpflege und des Diakonatskapitels, im Übrigen zuhanden des Kirchenrates
Artikelaktionen

Dekaninnen und Dekane

Jeder kirchliche Bezirk verfügt über eine Dekanin oder einen Dekan. Diese bzw. dieser bildet zusammen mit mindestens zwei weiteren Mitgliedern des Pfarrkapitels den Vorstand des Pfarrkapitels. Die Dekanin bzw. der Dekan vertritt das Pfarrkapitel nach aussen und bildet das Verbindungsglied der Pfarrerschaft des Bezirks zur Bezirkskirchenpflege und zum Kirchenrat. Dekanin und Dekan nehmen an den Sitzungen der Bezirkskirchenpflege mit beratender Stimme und Antragsrecht teil.

Die Dekanin bzw. der Dekan setzt im Auftrag des Kirchenrates die neugewählten Pfarrerinnen und Pfarrer in ihr Amt ein und macht sie mit den besonderen Verhältnissen ihrer Gemeinde und der zürcherischen Landeskirche vertraut. Vor allem sucht die Dekanin bzw. der Dekan zu klären und zu vermitteln, wenn sich zwischen Pfarrerin bzw. Pfarrer und Kirchgemeinde oder unter der Pfarrerschaft Spannungen ergeben, die einem gedeihlichen Wirken abträglich sind. Er kann dazu auch von den kirchlichen Behörden und vom Pfarrkapitel des Bezirks beauftragt werden.
Sie sind gemäss Art. 192 KO zuständig für:

  • Installation von Pfarrerinnen und Pfarrern sowie deren Einführung in die besonderen Verhältnisse ihrer Gemeinde und der Landeskirche
  • Begleitung, Beratung und Förderung der Mitglieder des Pfarrkapitels
  • in Zusammenarbeit mit der Bezirkskirchenpflege Vermittlung bei Spannungen
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern des Pfarrkapitels
  • Vertretung des Kirchenrates im Pfarrkapitel und im Bezirk in Belangen des Pfarramtes
  • Teilnahme an der Dekanenkonferenz und Vertretung der Anliegen des Pfarrkapitels in der Dekanenkonferenz
  • Berichterstattung an den Kirchenrat

Dekane und Dekaninnen sind im Rahmen ihrer Obliegenheiten befugt, wenn nötig einzelne Mitglieder ihres Pfarrkapitels zu ermahnen und Anweisungen zu erteilen.

Amtierende Dekaninnen und Dekane

  • Affoltern: Pfr. Werner Schneebeli, Affoltern a.A.
  • Andelfingen: Pfrn. Dorothea Fulda Bordt, Andelfingen
  • Bülach: Pfr. Dominik Zehnder, Bülach
  • Dielsdorf: Pfr. Ulrich Henschel, Oberglatt
  • Dietikon: Pfr. Jürg Wildermuth, Schlieren
  • Hinwil: Pfr. Matthias Walder, Hinwil
  • Horgen: Pfr. Ernst Hörler, Wädenswil
  • Meilen: Pfrn. Anne-Käthi Rüegg-Schweizer, Zollikon
  • Pfäffikon: Pfr. Marcus Maitland, Hittnau
  • Uster: Pfr. René Perrot, Ebmatingen
  • Winterthur: Pfr. Arnold Steiner, Winterthur
  • Zürich: Pfr. Dr. Niklaus Peter, Zürich

Konferenz der Dekaninnen und Dekane

Dreimal im Jahr treffen sich die Dekaninnen und Dekane sowie Vizedekaninnen und Dekane mit dem Kirchenrat zu Aussprachen über aktuelle Themen und zum persönlichen Austausch in Zürich. Im Herbst findet eine zweitägige Weiterbildungs-Retraite im Kloster Kappel statt.

Die Konferenz ist auch der Ort, wo gegenseitig Anliegen ausgetauscht werden können.