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Portrait Beatrix Nabholz

Mitglied der Kirchensynode und ehemalige Kirchenpflegerin in Stadel und Hombrechtikon

«Ich setze mich ein für eine Kirche, in der man frei denken und jeder seinen eigenen Weg gehen kann.»


Portrait BN

« Die Kirche spielte für mich lange Zeit keine so wichtige Rolle im Leben. Ich bin zwar seit meiner Kindheit gut verwurzelt in der Kirche, habe diese Wurzeln auch geschätzt und darin Halt und Orientierung gefunden, brauchte dann aber die Kirche als Gemeinschaft nicht besonders. Mir begegnet das Göttliche in der Schöpfung und bei den Menschen.

Als unsere Kinder getauft wurden, kamen wir wieder näher in Kontakt mit der Kirche. Daraus hat sich später dann auch eine Anfrage für die Kirchenpflege ergeben. Dieses Amt habe ich kurze Zeit in Hombrechtikon und später an meinem heutigen Wohnort Stadel angenommen. Hier übernahm ich auch während acht Jahren das Präsidium der Kirchenpflege. Es war mir immer wichtig, den Kontakt zu den Menschen zu pflegen, auch die Zusammenarbeit mit den politischen Behörden, und so für Akzeptanz der Kirche am Ort zu sorgen. Mir war und ist es ein Wunsch, dass auch zukünftige Generation in unserer Religion Wurzeln schlagen. Ich stehe aber auch ein für eine liberale Kirche, die die Menschen nicht einengt und bedrängt. Die liberalen Kräfte der reformierten Kirche sind manchmal eher unsichtbar. Es sind Menschen, die die Kirche nur punktuell brauchen, sich deswegen aber nicht vorwerfen lassen müssen, sie seien zu wenig gläubig. Als Mitglied der Kirchensynode (in der liberalen Fraktion) möchte ich mich für sie stark machen.»

Verfasst im Jahr 2017