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Beauftragung

Beauftragung von Musizierenden für das Arbeiten in der Kirche Die wichtigsten Dokumente für die Beauftragung:

Zulassungsbedingungen für eine Beauftragung

Kirchenmusikalischer Dienst

1. Hauptberufliche/r Kirchenmusiker/in
  • Master of Arts in Music Performance in: "Orgel", "Kirchenmusik" oder "Chorleitung"

anerkannt sind die früheren Diplome:

  • Lehr-/Konzertdiplom "Orgel" (Konservatorium oder Schweizerischer Musikpädagogischer Verband SMPV)
  • Diplom A, "Orgel", "Chorleitung" (Musikhochschule Luzern)
  • Kantorendiplom der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
2. Nebenberufliche/r Kirchenmusiker/in

Amateure:

  • Zertifikat ZHdK "Kirchenmusik Orgel" oder "Kirchenmusik Chorleitung"
3. Berufsmusiker/innen anderer Fachrichtungen
  • Diploma of Advanced Studies "Orgel" oder "Chorleitung"

anerkannt sind die früheren Diplome

  • Fähigkeitsausweis Kirchenmusik C für "Orgel" oder "Chorleitung"

Kirchenmusiker/innen die nicht an der ZHdK studiert haben, müssen ihre kirchenmusikalisch-liturgische Qualifikation nachweisen. Wo diese nicht genügt, ist der "CAS Kirchenmusikalische Praxis" der ZHdK zu absolvieren.

Personen mit anderen Ausbildungsportfolio beantragen ein àquivalenzverfahren für Kirchenmusiker/innen.

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Merkblatt zur Beauftragung und Einsetzung

in den kirchenmusikalischen, diakonischen und katechetischen Dienst


Die Kirche beruft Frauen und Männer in ihren Dienst. Ordination und Installation bezeichnen den Dienst am Wort, Beauftragung und Einsetzung die weiteren Dienste. (Art. 98 KO)
Die Beauftragung ist die Aufnahme in den kirchenmusikalischen, diakonischen oder katechetischen Dienst. Sie erfolgt durch ein Mitglied des Kirchenrates. Der Kirchenrat regelt die Voraussetzungen und die Form der Beauftragung. Die Einsetzung in den Dienst einer Kirchgemeinde erfolgt im Rahmen eines Gottesdienstes durch ein Mitglied der Kirchenpflege, für Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone durch die Präsidentin oder den Präsidenten des Diakonatskapitels. (Art. 134 Abs. 1–3 KO)

Voraussetzungen

Der Kirchenrat beauftragt Personen mit der persönlichen Bereitschaft und der Erfüllung der beruflichen Voraussetzungen („Zulassungsbedingungen“) zum kirchenmusikalischen, diakonischen oder katechetischen Dienst in der Landeskirche.
Diese Personen sind Mitglied einer Mitgliedskirche des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes oder einer kantonalen kirchlichen Körperschaft gemäss Artikel 130 der Kantonsverfassung.

Anmeldung zur Beauftragung

Personen, welche diese Voraussetzung erfüllen, melden sich mit dem zur Verfügung gestellten Formular zur Beauftragung an unter Beilage von Kopien der Ausbildungsabschlüsse und Diplome.

Beauftragung

Die Beauftragung findet in einem öffentlichen Gottesdienst im Grossmünster statt und wird von einem Mitglied des Kirchenrats durchgeführt.

Im Beauftragungsgottesdienst weist der Kirchenrat auf die Eignung der betreffenden Person zum kirchlichen Dienst hin und sichert ihr Unterstützung bei der Erfüllung ihres Auftrags zu.

Die beauftragten Personen versprechen ihrerseits vor der Gottesdienstgemeinde, ihren Dienst gemäss dem Auftrag der Landeskirche zu erfüllen.

Register und Urkunde

Die Beauftragung wird mit einer Urkunde bestätigt und in ein Register der beauftragten Personen eingetragen. Personen, welche die Voraussetzungen für mehrere Dienste erfüllen, werden nur einmal in einem Gottesdienst beauftragt. Jeder dieser Dienste aber wird in das Register aufgenommen.

Einsetzung

Die Einsetzung beauftragter Personen erfolgt im Gottesdienst der anstellenden Kirchgemeinde durch ein Mitglied der Kirchenpflege, für Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone durch die Präsidentin oder den Präsidenten des Diakonatskapitels.

Anstellung ohne Beauftragung

Kirchgemeindeangestellte ohne Beauftragung werden der Gemeinde in einem Gottesdienst gemäss Art. 134 Abs. 4 KO vorgestellt. Die Kirchgemeinden halten solche Angestellte an, die Beauftragung gemäss Art. 134 KO zu erlangen. Die Landeskirche subventioniert bei nicht beauftragten Sozialdiakoninnen und Sozialdiakone nur
Weiterbildungen, die der Erlangung der Zulassung zur Beauftragung dienen.

Beauftragung und Einsetzung, Artikel 134 KO, Kirchenratsbeschluss vom 24. November 2010

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Die häufigsten Fragen zur Beauftragung von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern

Was ist die Beauftragung?

Die Beauftragung ist die Aufnahme in den kirchenmusikalischen, diakonischen oder katechetischen Dienst. (Art.134 Abs.1 KO) Die Beauftragung ist die Aufnahme in den kirchenmusikalischen, diakonischen oder katechetischen Dienst. (Art.134 Abs.1 KO)

Die Beauftragung ist mit der Ordination eines Pfarrers oder einer Pfarrerin zum Dienst am Wort Gottes vergleichbar. Beauftragungen kennt unsere Kirchenordnung für Diakoninnen und Diakone, Katechetinnen und Katecheten sowie für Kirchenmusiker und Kirchenmusikerinnen. Mit der Beauftragung bezeugt der Kirchenmusiker/die Kirchenmusikerin die innere Bereitschaft für den Dienst in der evangelisch-reformierten Kirche. Die Landeskirche anerkennt, dass die beruflichen Zulassungsbedingungen erfüllt sind, und sichert die Unterstützung (u.a. auch durch die Gesamtkirchlichen Dienste) bei der Erfüllung des Auftrags zu.

Ist die Beauftragung obligatorisch?

Nein, die Beauftragung ist für den Dienst als Kirchenmusiker/Kirchenmusikerin in einer Kirchgemeinde nicht obligatorisch, aber empfohlen. Sie ist öffentlicher symbolischer Ausdruck für die gegenseitige Verpflichtung und Zusage aufgrund des Auftrags zur Verkündigung.

Was passiert mir, wenn ich mich nicht beauftragen lassen will/kann?

In Zukunft wird die Beauftragung zunehmend lohnwirksame Konsequenzen haben. Bei einem Stellenwechsel in eine andere evangelisch-reformierte Kirchgemeinde im Kanton Zürich wird die Beauftragung zudem ein wesentliches Kriterium sein, ob jemand angestellt wird.

Ich spiele seit 10 Jahren Orgel in einer Kirchgemeinde. Muss ich mich trotzdem beauftragen lassen?

Die Beauftragung ist erst mit der neuen Kirchenordnung eingeführt worden (in Kraft gesetzt am 1.1.2010) und deshalb unabhängig vom bisher geleisteten Dienst. Zurzeit lassen sich viele langjährige Berufsleute beauftragen, da die Beauftragung erstmals im Jahre 2011 für Kirchenmusiker/Kirchenmusikerinnen durchgeführt wurde.

Welches sind die Voraussetzungen für die Beauftragung?

Sie finden die Liste mit den anerkannten Diplomen weiter oben.

Verschiedene Punkte sind zu beachten. Sie müssen

  • ein Diplom als Organist/Organistin, Chorleiter/Chorleiterin oder Kantor/Kantorin besitzen,
  • kirchenmusikalische Fächer belegt haben,
  • Mitglied einer Mitgliedskirche des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes oder einer kantonalen kirchlichen Körperschaft sein (s. unten).

Meine Diplome reichen nicht für die Beauftragung. Was kann ich tun?

Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) bietet verschiedene Weiterbildungen an, die zu den Voraussetzungen der Beauftragung führen. Fehlen Ihnen z. B. nur die kirchenmusikalischen Fächer, können Sie ein „CAS Kirchenmusikalische Praxis“ absolvieren.

Während meines Studiums habe ich keine kirchenmusikalischen Fächer belegen müssen. Ich arbeite seit vielen Jahren in einer evangelisch-reformierten Kirchgemeinde. Muss ich trotzdem ein CAS/DAS absolvieren?

Ja – Hinweis: Es gibt die Möglichkeit, ein Äquivalenzverfahren zu beantragen. dann wird geprüft, ob Ihre Kompetenzen denen eines bestimmten Abschlusses entsprechen. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Ich bin in einer Kirchgemeinde als Organist/Organistin angestellt, habe aber nur ein Klavierdiplom (Konzertdiplom oder Lehrdiplom). Kann ich mich beauftragen lassen?

Nein. – Sie brauchen einen Fähigkeitsausweis oder ein „DAS Kirchenmusik Orgel“.

Ich habe ein Orgeldiplom, habe aber nicht in Zürich studiert. Ist das Diplom anerkannt?

In den Zulassungsbedinungen (siehe oben) für eine Beauftragung steht:

Kirchenmusikerinnen/Kirchenmusiker, die nicht an der ZHdK studiert haben, müssen ihre kirchenmusikalisch-liturgische Qualifikation nachweisen. Wo diese nicht genügt, ist der „CAS Kirchenmusikalische Praxis“ der ZHdK zu absolvieren.

Die Fachstelle Gottesdienst und Musik klärt die Gleichwertigkeit der Ausbildung mit jener an der ZHdK ab. Wenn Sie an einer ausländischen Musikhochschule studiert haben (Orgeldiplom), aber keine kirchenmusikalischen Fächer belegt haben, müssen Sie ein CAS Kirchenmusikalische Praxis (an der ZHdK) absolvieren.

Ich bin nicht reformiert. Wie ist die Situation für mich?

Das Merkblatt (siehe oben) zur Beauftragung und Einsetzung in den kirchenmusikalischen, diakonischen und katechetischen Dienst hält fest, dass solche Personen beauftragt werden können, die Mitglied einer Mitgliedskirche des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes oder einer kantonalen kirchlichen Körperschaft gemäss Artikel 130 der Kantonsverfassung sind.

Als kantonal anerkannte kirchliche Körperschaften sind dort (neben der evangelisch-reformierten Landeskirche) die römisch-katholische Körperschaft und die christkatholische Kirchgemeinde genannt.

Solange Sie nicht zu einer dieser Konfessionen gehören oder gar keine Kirchenzugehörigkeit haben, ist eine Beauftragung nicht möglich.

Für Angehörige orthodoxer Kirchen hat der Kirchenrat eine spezielle Regelung erlassen. Bitte erkundigen Sie sich bei der Fachstelle Gottesdienst und Musik.

Erhalte ich ein Diplom?

Ja, Sie erhalten eine Urkunde für Ihre Beauftragung und werden im Register eingetragen.

Wann findet die nächste Beauftragung statt?

Die nächste Beauftragung findet am Freitag, den 1. September 2017, um 18 Uhr im Fraumünster Zürich statt. Es findet jedes Jahr ein Gottesdienst mit Beauftragung statt. Bitte fragen Sie bei uns nach.

Muss ich am Beauftragungsgottesdienst anwesend sein?

Ja. Die Beauftragung ist nur bei Anwesenheit möglich.

Ich kann an diesem Datum leider nicht kommen. Ist das ein Problem?

Nein. Ein Beauftragungsgottesdienst findet jedes Jahr statt.

 

Weitere Informationen bekommen Sie bei:

Dr. Jochen Kaiser

Musik und Gemeindeentwicklung

Evangelisch-reformierte

Landeskirche des Kantons Zürich

Abteilung Kirchenentwicklung

Blaufahnenstrasse 10

Postfach

8024 Zürich

Tel +41 (0)44 2589 294

jochen.kaiser@zh.ref.ch

www.zhref.ch