Message

Matthäus 4,2 Jesus fastete vierzig Tage und vierzig Nächte

Nachdenken über Gewohnheiten und auf Entdeckungsreise gehen in der Fastenzeit.

Christliche Fastentraditionen erinnern an die vierzig Tage und Nächte, die Jesus nach seiner Taufe in der Wüste verbrachte und fastete. Im Alten Testament
begegnen Menschen mit Fasten den Übergängen zwischen unterschiedlichen Phasen und Sphären. In diesem Sinne bedeutet Fasten, Gott gegenüber eine
fragende Haltung einzunehmen und zu hören, was er zu sagen hat. Im Verzicht während der Fastenzeit lebt die Erinnerung daran, dass wir es nicht immer
allein und selbst am besten wissen, was gut für uns ist. Probehalber etwas anders zu machen – auch wenn es schwerfällt – kann die Entdeckung mit sich bringen, dass es anders besser sein könnte. Eine Weile das zu vermeiden, womit wir sonst viel Zeit verbringen und uns besonders im Wege stehen, das setzt Kräfte frei. So kann das Fasten ein jährlicher kleiner Entwurf sein: Was wäre wenn? Was wäre, wenn ich nicht jeden Abend auf dem Sofa zu bewegten Bildern
einschlafen würde? Was wäre, wenn ich einen Bogen um den Kühlschrank machen würde, den Zigarettenautomaten meiden oder überhaupt mal wieder zu Fuss gehen würde? Vielleicht verschiebt sich etwas, vielleicht im Tagesablauf, am schönsten, wenn Zeit da ist, wo Hetze war. Ruhig und wach hören wir uns selbst - und Gott. 

Zum Weiterdenken: Etwas anders machen, als gewohnt – was könnte das in den Fastenwochen vor Ostern für mich persönlich heissen?

Aus: Geistliche Inpulse, Stichwort Fasten(-zeit)