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Grundlagen der Freiwilligenarbeit

Freiwilligenarbeit in der ref. Kirche Zürich unterliegt den Richtlinien zur Freiwilligenarbeit. Als weiter Grundlagen dienen Arbeitshilfen und Leitfäden der reformierten Kirchen in der Deutschschweiz sowie Benevol Schweiz.

Kirchenordnung

Wo und wie Freiwilligenarbeit verankert ist

In Art. 141 der Kirchenordnung (KO) steht: «Die Freiwilligen beteiligen sich an der Gestaltung des Gemeindelebens». Die Kirchgemeinden und Verantwortlichen sollen ein wertschätzendes Umfeld und gute Rahmenbedingungen schaffen und die Freiwilligen im Hinblick auf ihren Einsatz fördern.

Art. 106 KO gibt der Landeskirche den Auftrag, die Weiterbildung der Freiwilligen zu fördern.

Art. 22 KO regelt die Pflicht zur Verschwiegenheit.

Art. 164 und 165 KO nennen die Aufsichts- und Informationspflicht der Kirchenpflege, die auch gegenüber den Freiwilligen gelten.

Art. 172 KO sieht vor, dass der Gemeindekonvent auch die Zusammenarbeit mit Freiwilligen koordiniert und fördert.

Richtlinien zur Freiwilligenarbeit

Die Richtlinien regeln als Ergänzung zur Kirchenordnung (Art. 141) die Gestaltung und Rahmenbedingungen der Freiwilligenarbeit in der reformierten Kirche Kanton Zürich

Freiwillige sind  für die Kirche essenziell. Wie wichtig ihre Mitarbeit für die Gestaltung des Gemeindelebens ist und welcher Rahmenbedingungen sie bedarf, hält die Kirchenordnung in Artikel 141 fest. Die gemäss Kirchenordnung erlassenen Richtlinien zur Freiwilligenarbeit beschreiben die Rahmenbedingungen der Freiwilligenarbeit detaillierter, als es die Kirchenordnung vermag. Sie liefern eine Definition, was unter kirchenrechtlichen Gesichtspunkten unter Freiwilligenarbeit zu verstehen ist und stecken den Geltungsbereich ab. Der Gesetzestext hält ausserdem die Rechte und Pflichten der Freiwilligen (z. B. Spesen, Weiterbildung, Rechtschutz) fest und beschreibt die Aufgaben und Zuständigkeiten der Kirchgemeinden im Umgang und in der Förderung der Freiwilligenarbeit.

Die Richtlinien sind den Kirchgemeinden eine gute Stütze zur Gestaltung der Freiwilligenarbeit. Gerade im Hinblick auf die engere Zusammenarbeit der Gemeinden im Rahmen von Kirchgemeindeplus sind sie ein hilfreiches Instrument, wenn es darum geht, die Freiwilligenarbeit neu und in grösseren Strukturen zu denken.

Den Kirchgemeinden wird empfohlen, die neuen Richtlinien als Anstoss für eine Situationsanalyse zu nehmen. Der Fachbereich "Partizipation und Freiwillige" bietet zur Umsetzung der Richtlinien verschiedene Arbeitsinstrumente, persönliche Unterstützung und Beratung.

Die Richtlinien sind in der Gesetzessammlung des Kantons abrufbar.

Leitfaden zur Freiwilligenarbeit in ref. Kirchgemeinden

Im Leitfaden zur Freiwilligenarbeit für reformierte Kirchgemeinden finden sie umfassende Grundlagen zur Gestaltung einer gelingenden Freiwilligenarbeit: Standards, Leitbild, Richtlinien, Versicherung, Rechte und Pflichten der Freiwilligen, Aufgaben der Verantwortlichen, Musterkonzept, Attraktivität für Freiwillige, strategische und operative Aufgaben. Gedruckte Exemplare für ref. Kirchgemeinden des Kantons Zürich sind erhältlich bei freiwilligenarbeit@zh.ref.ch

Merkblätter Benevol Schweiz

Benevol Schweiz ist als Dachverband der Fach- und Vermittlungsstellen für Freiwilligenarbeit in der Schweiz ein wichtiger Partner. Die erarbeiteten Merkblätter zu verschiedenen Themen ergänzen die kirchlichen Richtlinien und Arbeitsinstrumente.