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Änderungen Finanzverordnung & Vollzugsverordnung zur Finanzverordnung

Nachfolgend finden Sie wichtige Informationen zur Umsetzung von HRM2 in den Kirchgemeinden neben den Vorgaben gemäss dem Handbuch HRM2, welches den Finanzhaushalt der Zürcher Gemeinden regelt und auch in den reformierten Kirchgemeinden angewendet wird.
Abschreibungen Verwaltungsvermögen (§ 65 FiVo)

Mit der Einführung von HRM2 wird indirekt abgeschrieben. Somit werden pro Anlagekategorie in der Bilanz ein Aktivkonto sowie zusätzlich ein Wertberichtigungskonto mit den kumulierten Abschreibungen geführt. Die Differenz zwischen den Neu- (resp. Anschaffungswerten) und den kumulierten Wertberichtigungen ergibt den aktuellen Nettowert der Anlagen. Bei Anlagen, die vor dem 01.01.2019 in Nutzung kamen, kann der Restwert nach der bisherigen Abschreibungsmethode unter HRM1 weiter abgeschrieben werden. Die Aktivierungsgrenze für Vermögenswerte des Verwaltungsvermögens beträgt für alle Kirchgemeinden CHF 50'000. Der nachfolgende Auszug aus dem Handbuch über den Finanzhaushalt der Zürcher Gemeinden gibt einen Überblick zu den Anlagekategorien und den entsprechenden Nutzungsdauern. Es wird empfohlen den Mindeststandard anzuwenden.

Rückstellungen für den Zentralkassenbeitrag (§ 18 VVO FiVo; Übergangsbestimmung IX)

Der Zentralkassenbeitrag (ZKB) wird immer mit zweijähriger Verzögerung fällig, die Berechnung basiert auf den Steuereinnahmen des Vorvorjahres. Bisher wurde der zu entrichtende Zentralkassenbeitrag zum Zeitpunkt der Fälligkeit dem Aufwand belastet. Neu wird der mutmassliche Zentralkassenbeitrag zum Zeitpunkt der Entstehung dieser Verpflichtung (nämlich durch die Steuereinnahmen des Rechnungsjahres) verbucht und zurückgestellt. Wie im letzten Übergangsjahr (2019) sind auch im Rechnungsjahr 2020 zwei Zentralkassenbeitrags-betreffnisse zu verbuchen. Die zusätzliche Rückstellung (Zentralkassenbeitrag 2022) ist analog dem Rechnungsjahr 2019 zu verbuchen. Kirchgemeinden, welche aufgrund ihres Rechnungsabschlusses voraussichtlich der Steuerkraftabschöpfung unterliegen, stellen diese Beiträge ebenfalls zurück. Ein Buchungsschema, welches Sie bei der Bildung der Rückstellungen unterstützt finden Sie nachfolgend:

Mittelfristiger Ausgleich (§ 6 FiVo; § 5 VVO FiVo)

Für die Berechnung des mittelfristigen Rechnungsausgleichs werden die Ergebnisse der Jahresrechnungen der letzten drei Rechnungsjahre, das budgetierte Ergebnis des laufenden Jahres sowie die Ergebnisse der folgenden drei Jahre gemäss Finanzplan berücksichtigt. Dabei darf die Summe der ermittelten Ergebnisse höchstens während fünf aufeinanderfolgenden Jahren negativ sein. Ein negativer Betrag ist zu begründen. Zudem soll die Kirchenpflege aufzeigen, mit welchen Massnahmen der mittelfristige Rechnungsausgleich binnen der nächsten fünf Jahre erreicht wird.