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Gebet für den Frieden

Freitag, 13. Januar 2023, 17.30 Uhr, Grossmünster Zürich. Zusammen mit den orthodoxen Kirchen im Kanton Zürich

Zu Beginn des neues Jahres, im Lichte der Weihnachtstage, findet angesichts tobender Kriege ein weiteres Gebet für den Frieden statt. Bereits Ende Februar 2022 fand im Grossmünster ein grosses, interreligiöses Gebet mit allen Religionen und den orthodoxen Kirchen statt. Ende März trafen sich die orthodoxen Kirchen in Einsiedeln zur Pilgerfahrt des Friedens. Den Auftakt ins Jahr 2023 bildet im Grossmünster, der Grabesstätte der Stadtheiligen Felix und Regula, dem Heiligenpaar der orthodoxen Kirchen, als auch der vorreformatorischen, römisch-katholischen Kirche wie der der Mutterkirche der Reformation dieses Friedensgebet. Das Kloster Einsiedeln, der Verband der orthodoxen Kirchen im Kanton Zürich wie das Grossmünster Zürich laden ein.

Bete und Arbeite für den Frieden

Seit Jahrhunderten zeigt sich das Grossmünster als Gebetsraum nach innen und nach aussen. Im Gebet nach innen sammeln sich im Jahr Hundertausende von Menschen aller Konfessionen und Religionen einzeln oder im Kollektiv, um für den Frieden in den Kriegsgebieten der Welt zu beten. Dieses Gebet wirkt nach aussen als Kraft, dem Krieg Widerstand zu leisten und für den Frieden zu protestieren und für die Friedensarbeit einzustehen. Kirchen wie das Grossmünster sind Gedächtnis, Gewissen und Hoffnungsort für die Welt. Jeder Kirchenraum setzt in der Welt ein Signal dafür, dass Waffen und Bomben nicht zu heiligen, sondern zu verurteilen sind aufgrund des Friedens Jesu Christi in der Welt. Jede Kirche ist Zeichen dafür, nie mit dem Beten für den Frieden als Arbeit für den Frieden aufzuhören.

Gebet für den Frieden vom 13. Januar 2023

Wenn sich die orthodoxen Kirchen des Kantons Zürich im Grossmünster zum Friedensgebet treffen, ist dies auch ein dreifaches Zeugnis:

  1. Wir verurteilen jede Agression, jede Form von Gewalt und Krieg.
  2. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Kriege in der Welt möglichst bald beendet werden. Wir rufen Christinnen und Christen auf, sich in dieser schweren Zeit an unseren Herrn Jesus Christus zu wenden, dem Kind, das uns geschenkt wurde, und das jetzt in dieser leuchtenden Zeit zwischen der Geburt und Taufe Christi (Teophanie) besungen wird als «Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Herrscher, Fürst des Friedens» (Jesaja 9), damit er uns seinen Frieden schenkt.
  3. Wir vertrauen im Gebet miteinander als Schwestern und Brüder, dass der Geist Gottesder auf den im Jordan Getauften herabgekommen ist, auch uns verbinde in geschwisterlicher Liebe.

Gebet für den Frieden zusammen mit den orthodoxen Kirchen im Kanton Zürich «und der Geist in Gestalt der Taube verkündet des Wortes Untrüglichkeit…» (aus dem Troparium von Theophine)


Es laden ein:

  • Kloster Einsiedeln, Abt Urban Federer OSB
  • Verband Orthodoxer Kirchen, Pater Miroslav Simijonovic, Ansprechperson
  • Grossmünster Zürich, Pfr. Christoph Sigrist

PDF: Flyer