Message

Im Gebet verbunden

29. März

„Ubi caritas et amor, Deus ibi est.“ „Wo Güte und Liebe ist, da ist Gott.“ Wir danken Dir, Gott, für all die Menschen guten Willens. Sie arbeiten in den Spitälern, im Verkauf, in der Seelsorge. Sie sind freiwillig im Stillen unterwegs und kaufen ein, telefonieren, schicken Grüsse denjenigen, die zwingend zu Hause bleiben müssen. Wir danken für alle, die mit grosser Sorgfalt Entscheide fällen, damit unsere Gesellschaft mit der ausserordentlichen Situation umgehen kann. Segne sie alle mit Deiner Kraft, Deiner Weisheit und schenk ihnen allen die Verschnaufpausen, die sie brauchen, um durchzuhalten.

28. März

Am Firmament sehen wir die Berge leuchten und beten mit den uralten Worten des Psalmisten: "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher wird mir Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt von Gott, der Himmel und Erde gemacht hat.“ So bergen wir uns heute Nacht in Deine Nähe, Gott, und vertrauen, dass Deine Schöpferkraft auch in uns Kreativität, Kraft und Standhaftigkeit wirkt in dieser Krise.

27. März

Unsere Gedanken sind heute besonders bei unseren Nachbarn in Norditalien und im Elsass. Sie haben so viele Tote zu beklagen, von denen sie sich nicht einmal verabschieden konnten. Lass sie in der grossen Not zusammenstehen und lass sie unser Mitgefühl und unsere Solidarität über die Grenzen hinweg spüren. Möge Nachbarschaft auch hier mehr als ein Wort sein. Und ja, Gott, wir wollen von ihnen lernen, wie sie uns eindrücklich auf verschiedenen Kanälen ermahnen.

26. März

Wir bitten Dich für die vielen Eltern, die ihre Kinder in diesen Tagen rund um die Uhr zu Hause betreuen. Schenk ihnen Geduld, Fantasie und Ausdauer für diese anspruchsvollen Tage. Lass sie kostbare Momente mit ihren Kindern erleben. Und dort, wo sie an Grenzen stossen, lass sie Inseln der Ruhe entdecken.

25. März

Es gibt viele Menschen, die in dieser gesundheitlichen und wirtschaftlichen Krise nicht auf ein funktionierendes Gesundheitssystem und einen unterstützenden Staat zurückgreifen können. Wir bitten für all die Menschen, die dieser Krise ungeschützt ausgeliefert sind. Ihr Elend macht uns sprach- und hilflos. Wir legen sie Dir ans Herz und wollen in der eigenen Not die Solidarität mit ihnen nicht vergessen. Unser Gebet verbindet sich mit ihnen.

24. März

Unser Gebet gilt allen Menschen, die ihre Lieben im Spital oder Pflegezentrum nicht besuchen können. Lass sie Wege finden, ihre Verbundenheit anders als durch ihre Anwesenheit auszudrücken. Schenk ihnen Vertrauen in die Betreuungspersonen und Seelsorgenden und deren Dienst vor Ort. Und nimm ihre Lieben unter Deinen Schutz.

23. März

Wir bitten Dich, sei Du uns nahe, wenn die Angst steigt: die Angst, von der Krankheit betroffen zu werden, die Angst um Angehörige, die wir nicht besuchen können, die Angst, dass die personellen Ressourcen nicht reichen, um alles zu bewältigen. Lass uns das tun, was menschenmöglich ist und alles andere vertrauensvoll in Deine Hände legen.

22. März

Danke, Gott, konnten wir heute auf verschiedenen elektronischen Kanälen Worte des Glaubens, Zeichen der Hoffnung und Liebe vernehmen. Sie tun uns gut und zeigen uns, dass wir zwar physisch getrennt, aber geistlich verbunden sind. An der Schwelle zur nächsten Woche voller Ungewissheit mögest Du uns stärken für das, was uns gerade fordert: das Alleinsein, das Zusammensein auf engem Raum mit der Familie, der Beruf, das Geschäft, die politischen Entscheidungen. Schick uns Deinen Geist der Kraft, der Liebe und Besonnenheit.

21. März

Trotz allem wollen wir das Danken nicht vergessen. Es ist eine Kraft, die uns herausreisst aus der Angst- und Schockstarre und uns dem zuwendet, was uns stark macht. Gott, wir danken für jedes Lächeln, das uns aufmuntert, für jede Hilfestellung, die uns entgegenkommt, für die grosse Welle der Solidarität, die durch unsere Gesellschaft geht. Wir danken Dir für alle Menschen, die sich mit Kreativität und riesigem Engagement einsetzen, damit wir die Krise bewältigen können. In all dem sehen und erfahren wir: Du Gott, lässt uns nicht allein.

20. März

Am Mittag haben wir ihnen mit Applaus gedankt, am Abend schliessen wir sie in unser Gebet ein: all die Ärzte, Pflegenden, Mitarbeitenden in den Spitälern. Sie stehen unter Hochdruck, erahnen, was kommt und bereiten sich und die Infrastruktur vor. Stärke sie alle, physisch und mental. Und lass unter uns allen ausserhalb der Spitäler die Einsicht wachsen, dass wir sie am meisten unterstützen, indem wir zu Hause bleiben.

19. März

Die Mitarbeitenden in den Pflegezentren legen wir Dir, Gott, heute ans Herz. Neben den pflegerischen Aufgaben betreuen sie Menschen, die ihre Verwandten und Freunde vermissen, weil sie sie nicht besuchen können. Gib ihnen Kraft für die Pflege und Geduld und ein offenes Ohr für ihre zusätzlichen betreuerischen Aufgaben.

18. März

Wir denken heute besonders an alle älteren Menschen und Menschen, die Risikogruppen angehören. Sie sind oft alleine zu Hause, wo die Tage lang werden und die Gedanken sich im Kopf zu drehen beginnen. Schenk ihnen aufmerksame und kreative Menschen an ihre Seite, die Wege finden, ihre Einsamkeit zu unterbrechen.

17. März

Heute denken wir besonders an alle, die bereits positiv getestet wurden, an Symptomen leiden und mit der Ungewissheit leben, wie sich die Krankheit bei ihnen entwickelt.
Stärke sie mit Zuversicht und stelle ihnen Menschen an die Seite, die sie gut umsorgen können.

Unser Vater

Alles, wofür uns die Worte fehlen, bringen wir in den Worten zu Dir, die Christus uns lehrt:

Unser Vater im Himmel

Geheiligt werde Dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute

Und vergib uns unsere Schuld

Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen

Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen