Message

Im Gebet verbunden

19. April

Am Tag, an dem Jesus auferstanden war, durchschritt er verschlossene Türen und sagte zu seinen Jüngerinnen und Jüngern: „Friede sei mit euch.“

Gütiger Gott

Wir bitten Dich:
Schenk uns Menschen, die uns Mut machen, wenn wir Angst haben,
die uns auf neue Ideen bringen, wo wir in Problemen festgefahren sind,
und uns einen neuen Blick eröffnen, wo wir keine Lösungen sehen.
Und hilf uns festhalten an Deiner Zusage: „Friede sei mit euch.“

18. April

Treuer Gott

Für viele Menschen ist es grad am Wochenende eine grosse Herausforderung, alleine oder mit der Familie auf engem Raum zuhause zu sein. Wir sind noch mehr auf uns selber zurückgeworfen, konfrontiert mit unseren Gedanken und Gefühlen.

Wir bitten Dich für uns alle:
Weite unser Herz,
dass Zweifel und Gewissheit,
Freud und Leid,
Verwirrung und Klarheit,
Erfüllung und Langeweile,
Angst und Zuversicht,

ja – dass alle Empfindungen in unserem Herz Raum bekommen
in der Gewissheit, dass alles aufgehoben und umfangen ist von Deiner Liebe.

17. April

Lebendiger Gott, seit einem Monat befinden wir uns in der Schweiz im kollektiven Ausnahmezustand.
Und auch wenn nun erste Schritte der Lockerung der Massnahmen geplant sind,
kann uns niemand mit Sicherheit sagen, wie es längerfristig weitergeht.

Gib uns Kraft, Gott, um die Ungewissheit auszuhalten.

Lass uns Deine Fürsorge spüren durch Nachbarn, Fremde und Freundinnen, die uns ermutigen und uns spüren lassen, dass wir nicht allein sind.

Schenke uns und dem ganzen Erdkreis Frieden.

16. April

Gott, wir bitten Dich heute für all die Menschen,
die in diesen Tagen Abschied von einem geliebten Menschen nehmen müssen.
Sie können nur in kleinen Gruppen am Grab stehen,
können sich nicht umarmen, müssen oft allein ihre Trauer tragen.
Sei Du ihnen nahe, tröste sie mit Deiner Gegenwart.
Schenke ihren Freunden und Angehörigen Ideen und Phantasie,
wie sie ihre Anteilnahme auf andere Weise spüren lassen können.

15. April

Unser Gebet ist heute mit den Geflüchteten im Süden Europas.
Und mit allen, die über ihr Schicksal entscheiden.
Sende Deinen Geist der Kraft und des Widerstandes,
damit die Geflüchteten in dieser Situation geschützt bleiben und bestehen.
Sende Deinen Geist der Weisheit,
damit die Entscheidungstragenden Wege der Humanität und des Erbarmens beschreiten können.

Und alles, wofür wir in keine Worte finden, legen wir in die Worte, die Christus uns gelehrt hat
und beten verbunden mit Christinnen und Christen rund um den Erdball und verbunden durch alle Zeiten:

Unser Vater im Himmel....

Ostermontag, 13. April

Nach den Ostertagen kündet sich der Alltag wieder an, der keiner sein wird. 

Wir alle sehnen uns nach Normalität und Alltag. 
Die Isolierten sehnen sich nach Gemeinschaft. 
Die Kranken nach Gesundheit. 
Die ohne Arbeit nach Aufträgen und Tätigkeit. 
Die Kinder sehnen sich nach der Schule und Gspändli. 
Die Überarbeiteten nach Pause und Aufatmen. 

Hilf uns, aus- und durchzuhalten. 
Schenk uns Erfahrungen und Erkenntnisse,
die, auch wenn der Alltag sich wieder eingestellt haben wird,
uns und unser Zusammenleben positiv prägen werden. 

Ostersonntag, 12. April

Gott, wir lesen: "Denn der Gott, der gesagt hat: Aus der Finsternis soll Licht aufstrahlen, er ist es, der es hat aufstrahlen lassen in unseren Herzen" (2. Korintherbrief 4,6). Und wir bitten Dich, lass es aufstrahlen in unseren Herzen. Lass es Ostern werden in uns und um uns. Neue Lebens- und Schaffenskraft, neuer Glaube, neue Zuversicht soll unser Handeln, unser Zusammenleben in den nächsten Tagen prägen. Lass es Ostern werden im Hier und Jetzt.

11. April

Ostersamstag - Zwischenzeit. 
Zwischen Tod und Auferstehung, zwischen vorher und nachher, nicht mehr und noch nicht. 
"Hinabgestiegen ins Reich des Todes": Du, Christus, kennst die Zwischenzeit und bist uns nahe. 
Mit Dir hoffen wir auf neues Leben. 

10. April

Christus, Gekreuzigter,
Du bist uns den Weg im Leiden, Sterben und Auferstehen vorausgegangen. 
Im Leid bist Du an unserer Seite. 
Wir danken Dir! 

9. April

Heute, am Todestag unseres Bruders und Vorbilds, Dietrich Bonhoeffer, beten wir mit seinen Worten zu Dir:
"Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag."

8. April

Gott, wir wissen nicht, weshalb das Leid die einen trifft und die anderen nicht. Aber wir wissen, dass Du in Christus neben uns gehst und uns im Leiden nicht allein lässt. Lass dies alle erfahren, die in diesen Tagen Leid tragen. Sei es, dass sie Deine Nähe in ihrem Glauben selber erfahren. Sei es, dass liebe Menschen ihnen Zeichen sind Deiner Gegenwart.

7. April

Vieles, was bis vor kurzem selbstverständlich war, ist es nicht mehr. Die Gesundheit, die Bewegungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Arbeit, der Wohlstand. Gott, wir fühlen uns unsicher und wissen nicht, was uns wartet. Schenk uns Vertrauen, damit wir in der Passion Dein Osterlicht erahnen.

6. April

"E'wger, bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget."

Palmsonntag, 5. April

Am Ende dieses Palmsonntags bitten wir Dich, Christus: Zieh auch in unsere Stadt, in unser Dorf, in unser Haus ein mit Deinen heilenden Worten, mit Deinem umfassenden Frieden. Begegne uns, damit wir mit Deiner Zuversicht in diese Karwoche gehen und uns allem, was uns wartet, stellen. 

4. April

Unsere Welt ist ruhiger geworden, unser Leben engräumiger. Wir erkunden neu unsere nächste Umgebung, treffen unsere Nachbarn für einen Schwatz auf Distanz. Lehre uns, Gott, in dieser Ruhe Dich zu finden. Lass uns in der Nachbarschaft zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen, die sich umeinander sorgt. Lass uns jetzt lernen für die Zukunft. 

3. April

Gott, wir beginnen ein weiteres Wochenende zu Hause. Gib uns den Blick auf die kleinen Freuden in der Nähe, schenk uns Fantasie, die Zeit zusammen mit unseren Familien und Mitbewohnenden zu gestalten, hilf uns, uns zu entspannen, auch wenn viel Spannung in der Luft liegt. Wir wollen uns öffnen für die Zeit, die Du uns schenkst.

2. April

Gott, wir spüren die Spannung zwischen verschiedenen Interessen wachsen. Die Interessen der Gesundheit der Bevölkerung stehen den wirtschaftlichen und sozialen Interessen gegenüber. Lass uns Wege finden, die Balance zu halten. Lass die grosse Solidarität, die in den letzten Wochen gewachsen ist, nicht auseinanderbrechen. Schick uns Deinen Geist der Liebe und Weisheit. 

1. April

Mit jedem weiteren Tag im Ausnahmezustand wächst unsere Sorge. Mehr und mehr wird es uns mulmig zumute. Können wir die Pflege der Erkrankten bewältigen? Wird die Krankheit uns selber oder unsere Lieben treffen? Werden wir wirtschaftlich die Krise meistern? Unsere Sorgen und Ängste bringen wir zu Dir, Gott, und bitten Dich um Vertrauen, Hoffnung und Zuversicht, dass Du uns immer die Kraft gibst, die wir gerade für den nächsten Schritt brauchen.

31. März

Heute erstrahlt die Kraft des Frühlings wieder in voller Wucht. Wir danken Dir für das Blau des Himmels, die Wärme der Sonnenstrahlen auf unserem Gesicht, das Spriessen der Knospen mitten in dieser Passion. Wir erkennen darin Deine Auferweckungskraft, die uns entgegenstrahlt. Sie hilft uns durchzuhalten.

30. März

«Über abendstille Auen, geht der letzte helle Schein. Vater (Ew’ger) lass uns Sonne schauen, führ uns in dein Licht hinein.» So singen und beten wir mit dem alt-vertrauten Lied. Und wir bitten, führ alle, die mit ihrem Leben ringen, in Dein Licht. Ins Licht des Gesundwerdens und des Weges zurück ins Leben. Oder, wenn es sein muss, in Dein ewiges Licht. Wir vertrauen sie Dir an, und auch alle, die mit ihrem Wissen und Können um ihr Leben kämpfen.