Message

Abendgebet - von Tag zu Tag erneuert

Wer gerne mit Worten betet, findet hier täglich eine Fürbitte, die uns untereinander und mit Gott verbindet. Ein Gebet, das täglich wächst.

5. Mai

Gott, unsere Hilfe

Wir beten heute für die Menschen, die die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bereits schmerzhaft erfahren:
Sie haben ihre Arbeitsstelle verloren,
sie sorgen sich um die Überlebenschancen ihrer KMU,
sie wissen nicht, wie sie die nächste Miete bezahlen können,
oder sie melden sich nicht beim Zahnarzt an, weil sie kein Geld für die Rechnung haben.

Wir brauchen eine Gesellschaft der offenen Herzen, der spontanen HIlfe.
Wir bitten Dich: Lass Nächstenliebe ein Tätigkeitswort werden.

4. Mai

"Mein Gott, ich danke Dir,
dass Du diesen Tag zu Ende gebracht hast;
ich danke Dir, dass Du Leib und Seele zur Ruhe kommen lässt.
Deine Hand war über mir und hat mich
behütet und bewahrt.
Vergib allen Kleinglauben
und alles Unrecht dieses Tages
und hilf, dass ich allen vergebe,
die mir Unrecht getan haben.

Lass mich in Frieden unter Deinem Schutz schlafen
und bewahre mich vor den Anfechtungen der Finsternis.

Ich befehle Dir die Meinen,
ich befehle Dir dieses Haus,
ich befehle Dir meinen Leib und meine Seele.
Gott, Dein heiliger Name sei gelobt."
(Dietrich Bonhoeffer)

3. Mai

Ewiger Gott, 
Dennoch wollen wir Dir Danke sagen. 
Denn danken lenkt unsere Blicke auf Dich und auf das, was uns zuversichtlich stimmt. 

Wir können uns kaum sattsehen an den Grüntönen, die unsere Landschaft überziehen. 
Danke! 
Wir freuen uns auf den Rückkehr des Alltäglichen. 
Danke! 
Wir spüren Kraft, wieder anzupacken und die Hoffnung, dass wir es schaffen können. 
Danke! 
Wir erfahren viel Menschlichkeit und Zuwendung. 
Danke! 

Mit diesem Dank auf den Lippen beginnen wir eine neue Woche. 

2. Mai

Wir vertrauen uns Dir an mit den alten Worten: 

"Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt 
der allerneusten Pflege des, der den Himmel lenkt. 
Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, 
der wird auch Wege finden, da dein Fuss gehen kann." 

(RGB 680) 

1. Mai

Gott 
mit unserer Arbeit erschaffen wir, was wir zum Leben brauchen  
und beteiligen uns am gesellschaftlichen Leben. 

Sie verschafft uns Brot uns Sinn. 

Für viele ist durch diese Krise ihre Arbeitsstelle gefährdet. 
Und somit ihr Auskommen. 

Lass uns zusammenstehen, gemeinsam die Krise anpacken und uns miteinander dafür sorgen, dass die Gesellschaft nicht auseinanderbricht. 

30. April

Unser Lebensgefühl hat sich verändert.
Wir sind dünnhäutiger, vorsichtiger, unsicherer geworden.
Und wir suchen Deine Nähe, Gott.
Was uns empfindsam macht, legen wir vor Dich.
Wovor wir uns fürchten, benennen wir.
Möge es uns leichter ums Herz werden.

29. April

Gott, mein Tag ist zu Ende.
Ich möchte zur Ruhe kommen und Schlaf finden.
So viel ist noch in mir wach und lässt sich nicht beruhigen.
So viel ist nicht fertig geworden und muss liegen bleiben.
Hilf mir, dass ich loslasse, was mich beschäftigt,
dass versinkt, was mich bedrückt,
und dass ich Ruhe finde in Dir.

28. April

Danke für die Erfrischung.

Danke für die Umarmungen der Enkel.

Danke für die Zärtlichkeit für die Grosseltern.

Danke für die Blumen.

27. April

Gütiger Gott
hilf uns, trotz Sehnsucht nach Lockerungen,
uns selber und die vulnerabelsten Mitmenschen nicht zu gefährden.
Schenk uns Geduld zum Ausharren und Vernunft zum Durchhalten.
Mit Deiner Kraft wollen wir den Weg zu Ende gehen.

26. April

"Sorget Euch nicht um Euer Leben... ", lesen wir im Evangelium. (Matthäus 6,25) 

Gott, wir möchten gerne vertrauen. 
Und doch nehmen die Sorgen manchmal überhand: 

Werden wir gesundheitlich verschont? 
Werde ich wieder gesund, wenn es mich getroffen hat? 

Wie soll ich das alles überstehen, ohne meine Liebsten zu umarmen? 
Wird unsere Beziehung diese Belastung aushalten? 

Was heisst diese Krise für meine Arbeit, mein Auskommen, unsere Wirtschaft? 

Gott, hunderte Fragen sind Zeichen unserer Sorgen. 
Wir legen sie in Deine Hand und versuchen zu vertrauen. 

Denn wir lesen auch: "Euer himmlischer Vater weiss, was ihr alles braucht." 

25. April

Heute beten wir mit den Worten aus dem vertrauten Lied zu dir:

Geduld, es wird sich wenden,
verlasst euch fest darauf,
in Gottes weisen Händen,
liegt aller Weltenlauf.

24. April

Gott, nicht nur unsere Böden sind ausgetrocknet und lechzen nach Wasser.
Auch wir sehnen uns
nach Normalität
nach berührender Gemeinschaft
nach Ausflügen
und Ferien, in denen wir uns frei bewegen können.  

Im unfreiwilligen Verzicht erkennen wir, was uns fehlt. 
Und wie wertvoll Gemeinschaft, Freiheit, ja sogar normaler Alltag für uns sind. 

Immerhin eine Einsicht. 

Danke. 

23. April

Gott, wir feiern Dich im Alltag
beim Bestaunen der Blüten 
beim Lauschen der Amsel 
beim Atmen des Frühlingsdufts 

Gott, wir dienen Dir im Alltag 
beim Verrichten unserer Arbeit 
beim Einkaufen für die Nachbarin 
beim Kochen für die Familie 

Gott, Du sprichst zu uns im Alltag 
durch die Worte des liebenden Partners 
durch die Zeilen des Gedichtes 
in der Stille 

Gottesdienst - in diesen Tagen anders - und dennoch intensiv 

22. April

Ewiger Gott 

Während Corona uns beschäftigt, geht auch all das weiter, was uns auch ohne die Pandemie bewegt. 

Unsere Beziehungen, die sich nun als tragend oder beschwerend erweisen. 
Unsere Gesundheit, die auch ohne Corona stabil oder kritisch ist. 
Unsere Arbeitssituationen, die uns erfüllen oder langweilen. 

Stärke unsere Beziehungen 
Schütze unsere Gesundheit 
Lass uns wirksam sein, so dass andere davon profitieren. 

21. April

Naher Gott

In diesen Tagen erfahren wir mit Nachdruck, wie verletzlich diese Welt und wir eigentlich sind und dass wir nur gemeinsam und in Verbundenheit mit der ganzen Welt einen guten Weg finden können, um diese Krise zu meistern.

Gib uns Kraft und Mut, unser wahres Wesen zu erkennen und das zu erforschen, was für uns jetzt wesentlich ist.

Schenk uns Raum für unsere Fragen, unsere Hoffnungen und unsere Sehnsüchte.

Und hilf uns entdecken, wie wir dem Leben dienen.

Wir danken Dir für Dein Mit-Uns-Sein.

20. April

Gnädiger Gott

Unsere Gedanken und Gebete gehen heute Abend zu den Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, die wegen der Corona Pandemie ihre Arbeit verloren haben und in ihrer Existenz bedroht sind. Unter ihnen die Tagelöhner und ihre Familien in den Strassen von Manila und die Wanderarbeiter in Indien, die ohne Einkommen kein Essen haben und Hunger leiden.

Steh uns bei Gott, wenn uns die Nachrichten fast den Atem nehmen.

Dein Reiche komme.

Deine Welt bleibe.

Zeige uns, was wir tun können.

19. April

Am Tag, an dem Jesus auferstanden war, durchschritt er verschlossene Türen und sagte zu seinen Jüngerinnen und Jüngern: „Friede sei mit euch.“

Gütiger Gott

Wir bitten Dich:
Schenk uns Menschen, die uns Mut machen, wenn wir Angst haben,
die uns auf neue Ideen bringen, wo wir in Problemen festgefahren sind,
und uns einen neuen Blick eröffnen, wo wir keine Lösungen sehen.
Und hilf uns festhalten an Deiner Zusage: „Friede sei mit euch.“

18. April

Treuer Gott

Für viele Menschen ist es grad am Wochenende eine grosse Herausforderung, alleine oder mit der Familie auf engem Raum zuhause zu sein. Wir sind noch mehr auf uns selber zurückgeworfen, konfrontiert mit unseren Gedanken und Gefühlen.

Wir bitten Dich für uns alle:
Weite unser Herz,
dass Zweifel und Gewissheit,
Freud und Leid,
Verwirrung und Klarheit,
Erfüllung und Langeweile,
Angst und Zuversicht,

ja – dass alle Empfindungen in unserem Herz Raum bekommen
in der Gewissheit, dass alles aufgehoben und umfangen ist von Deiner Liebe.

17. April

Lebendiger Gott, seit einem Monat befinden wir uns in der Schweiz im kollektiven Ausnahmezustand.
Und auch wenn nun erste Schritte der Lockerung der Massnahmen geplant sind,
kann uns niemand mit Sicherheit sagen, wie es längerfristig weitergeht.

Gib uns Kraft, Gott, um die Ungewissheit auszuhalten.

Lass uns Deine Fürsorge spüren durch Nachbarn, Fremde und Freundinnen, die uns ermutigen und uns spüren lassen, dass wir nicht allein sind.

Schenke uns und dem ganzen Erdkreis Frieden.

16. April

Gott, wir bitten Dich heute für all die Menschen,
die in diesen Tagen Abschied von einem geliebten Menschen nehmen müssen.
Sie können nur in kleinen Gruppen am Grab stehen,
können sich nicht umarmen, müssen oft allein ihre Trauer tragen.
Sei Du ihnen nahe, tröste sie mit Deiner Gegenwart.
Schenke ihren Freunden und Angehörigen Ideen und Phantasie,
wie sie ihre Anteilnahme auf andere Weise spüren lassen können.