Message

Im Gebet verbunden

9. Mai

Gott, wir bitten Dich um Deinen Geist. 

Er mache uns mutig, damit wir die Verantwortung übernehmen für das, was wir ändern können. 

Er führe uns zur Weisheit, damit wir erkennen, wo der Weg langgeht. 

Dein Geist wecke in uns die Kreativität, damit wir Neues schaffen können.  

Er führe uns zusammen, damit wir die Kraft des gemeinsamen Wirkens neu entdecken. 

Mit der Kraft Deines Geistes führe uns aus der Krise. 

8. Mai


Krisen sind Zeiten der Veränderung.
Sie zeigen auf, was hält und trägt und wovon wir uns trennen sollten.
Hilf uns, bevor wir zurückkehren zum Alltag, festzuhalten, was wir gelernt haben.
Die Beziehungen, die getragen haben, wollen wir weiter pflegen.
Die Bewältigungsstrategien, die sich bewährt haben, werden uns auch im Alltag nützen.
Neues, was wir gelernt haben, wollen wir für die Zukunft weiterentwickeln.

Und hilf uns, uns zu trennen von dem, was uns am Leben hindert.

7. Mai

Heute, Gott, beschliessen wir den Tag mit dem alten, vertrauten Kanon von Thomas Tallis:

Glory to Thee my God this night,
for all the blessings of the light
Keep me O keep me, King of Kings,
beneath Thine own almighty wings

(Ehre sei dir mein Gott in dieser Nacht
Für alle Segnungen des Lichts
Berge mich, o berge mich, König der Könige
Unter deinen eigenen allmächtigen Flügeln)

6. Mai

Ewiger Gott,
wir denken an alle, die in diesen Tagen mit dem Tod ringen - wegen Covid-19  oder einer anderen Krankheit. 
Es ist so schwer, sich mit nur sparsamer körperlicher Nähe zu verabschieden. 
Lass ihnen Begleitung zukommen, durch Menschen, die Wege der Nähe finden. 
Durch Deinen tröstenden Geist.

5. Mai

Gott, unsere Hilfe

Wir beten heute für die Menschen, die die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bereits schmerzhaft erfahren:
Sie haben ihre Arbeitsstelle verloren,
sie sorgen sich um die Überlebenschancen ihrer KMU,
sie wissen nicht, wie sie die nächste Miete bezahlen können,
oder sie melden sich nicht beim Zahnarzt an, weil sie kein Geld für die Rechnung haben.

Wir brauchen eine Gesellschaft der offenen Herzen, der spontanen HIlfe.
Wir bitten Dich: Lass Nächstenliebe ein Tätigkeitswort werden.

4. Mai

"Mein Gott, ich danke Dir,
dass Du diesen Tag zu Ende gebracht hast;
ich danke Dir, dass Du Leib und Seele zur Ruhe kommen lässt.
Deine Hand war über mir und hat mich
behütet und bewahrt.
Vergib allen Kleinglauben
und alles Unrecht dieses Tages
und hilf, dass ich allen vergebe,
die mir Unrecht getan haben.

Lass mich in Frieden unter Deinem Schutz schlafen
und bewahre mich vor den Anfechtungen der Finsternis.

Ich befehle Dir die Meinen,
ich befehle Dir dieses Haus,
ich befehle Dir meinen Leib und meine Seele.
Gott, Dein heiliger Name sei gelobt."
(Dietrich Bonhoeffer)

3. Mai

Ewiger Gott, 
Dennoch wollen wir Dir Danke sagen. 
Denn danken lenkt unsere Blicke auf Dich und auf das, was uns zuversichtlich stimmt. 

Wir können uns kaum sattsehen an den Grüntönen, die unsere Landschaft überziehen. 
Danke! 
Wir freuen uns auf den Rückkehr des Alltäglichen. 
Danke! 
Wir spüren Kraft, wieder anzupacken und die Hoffnung, dass wir es schaffen können. 
Danke! 
Wir erfahren viel Menschlichkeit und Zuwendung. 
Danke! 

Mit diesem Dank auf den Lippen beginnen wir eine neue Woche. 

2. Mai

Wir vertrauen uns Dir an mit den alten Worten: 

"Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt 
der allerneusten Pflege des, der den Himmel lenkt. 
Der Wolken, Luft und Winden gibt Wege, Lauf und Bahn, 
der wird auch Wege finden, da dein Fuss gehen kann." 

(RGB 680) 

1. Mai

Gott 
mit unserer Arbeit erschaffen wir, was wir zum Leben brauchen  
und beteiligen uns am gesellschaftlichen Leben. 

Sie verschafft uns Brot uns Sinn. 

Für viele ist durch diese Krise ihre Arbeitsstelle gefährdet. 
Und somit ihr Auskommen. 

Lass uns zusammenstehen, gemeinsam die Krise anpacken und uns miteinander dafür sorgen, dass die Gesellschaft nicht auseinanderbricht. 

30. April

Unser Lebensgefühl hat sich verändert.
Wir sind dünnhäutiger, vorsichtiger, unsicherer geworden.
Und wir suchen Deine Nähe, Gott.
Was uns empfindsam macht, legen wir vor Dich.
Wovor wir uns fürchten, benennen wir.
Möge es uns leichter ums Herz werden.

29. April

Gott, mein Tag ist zu Ende.
Ich möchte zur Ruhe kommen und Schlaf finden.
So viel ist noch in mir wach und lässt sich nicht beruhigen.
So viel ist nicht fertig geworden und muss liegen bleiben.
Hilf mir, dass ich loslasse, was mich beschäftigt,
dass versinkt, was mich bedrückt,
und dass ich Ruhe finde in Dir.

28. April

Danke für die Erfrischung.

Danke für die Umarmungen der Enkel.

Danke für die Zärtlichkeit für die Grosseltern.

Danke für die Blumen.

27. April

Gütiger Gott
hilf uns, trotz Sehnsucht nach Lockerungen,
uns selber und die vulnerabelsten Mitmenschen nicht zu gefährden.
Schenk uns Geduld zum Ausharren und Vernunft zum Durchhalten.
Mit Deiner Kraft wollen wir den Weg zu Ende gehen.

26. April

"Sorget Euch nicht um Euer Leben... ", lesen wir im Evangelium. (Matthäus 6,25) 

Gott, wir möchten gerne vertrauen. 
Und doch nehmen die Sorgen manchmal überhand: 

Werden wir gesundheitlich verschont? 
Werde ich wieder gesund, wenn es mich getroffen hat? 

Wie soll ich das alles überstehen, ohne meine Liebsten zu umarmen? 
Wird unsere Beziehung diese Belastung aushalten? 

Was heisst diese Krise für meine Arbeit, mein Auskommen, unsere Wirtschaft? 

Gott, hunderte Fragen sind Zeichen unserer Sorgen. 
Wir legen sie in Deine Hand und versuchen zu vertrauen. 

Denn wir lesen auch: "Euer himmlischer Vater weiss, was ihr alles braucht." 

25. April

Heute beten wir mit den Worten aus dem vertrauten Lied zu dir:

Geduld, es wird sich wenden,
verlasst euch fest darauf,
in Gottes weisen Händen,
liegt aller Weltenlauf.

24. April

Gott, nicht nur unsere Böden sind ausgetrocknet und lechzen nach Wasser.
Auch wir sehnen uns
nach Normalität
nach berührender Gemeinschaft
nach Ausflügen
und Ferien, in denen wir uns frei bewegen können.  

Im unfreiwilligen Verzicht erkennen wir, was uns fehlt. 
Und wie wertvoll Gemeinschaft, Freiheit, ja sogar normaler Alltag für uns sind. 

Immerhin eine Einsicht. 

Danke. 

23. April

Gott, wir feiern Dich im Alltag
beim Bestaunen der Blüten 
beim Lauschen der Amsel 
beim Atmen des Frühlingsdufts 

Gott, wir dienen Dir im Alltag 
beim Verrichten unserer Arbeit 
beim Einkaufen für die Nachbarin 
beim Kochen für die Familie 

Gott, Du sprichst zu uns im Alltag 
durch die Worte des liebenden Partners 
durch die Zeilen des Gedichtes 
in der Stille 

Gottesdienst - in diesen Tagen anders - und dennoch intensiv 

22. April

Ewiger Gott 

Während Corona uns beschäftigt, geht auch all das weiter, was uns auch ohne die Pandemie bewegt. 

Unsere Beziehungen, die sich nun als tragend oder beschwerend erweisen. 
Unsere Gesundheit, die auch ohne Corona stabil oder kritisch ist. 
Unsere Arbeitssituationen, die uns erfüllen oder langweilen. 

Stärke unsere Beziehungen 
Schütze unsere Gesundheit 
Lass uns wirksam sein, so dass andere davon profitieren. 

21. April

Naher Gott

In diesen Tagen erfahren wir mit Nachdruck, wie verletzlich diese Welt und wir eigentlich sind und dass wir nur gemeinsam und in Verbundenheit mit der ganzen Welt einen guten Weg finden können, um diese Krise zu meistern.

Gib uns Kraft und Mut, unser wahres Wesen zu erkennen und das zu erforschen, was für uns jetzt wesentlich ist.

Schenk uns Raum für unsere Fragen, unsere Hoffnungen und unsere Sehnsüchte.

Und hilf uns entdecken, wie wir dem Leben dienen.

Wir danken Dir für Dein Mit-Uns-Sein.

20. April

Gnädiger Gott

Unsere Gedanken und Gebete gehen heute Abend zu den Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, die wegen der Corona Pandemie ihre Arbeit verloren haben und in ihrer Existenz bedroht sind. Unter ihnen die Tagelöhner und ihre Familien in den Strassen von Manila und die Wanderarbeiter in Indien, die ohne Einkommen kein Essen haben und Hunger leiden.

Steh uns bei Gott, wenn uns die Nachrichten fast den Atem nehmen.

Dein Reiche komme.

Deine Welt bleibe.

Zeige uns, was wir tun können.