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EKS verurteilt die Aggression in der Ukraine und fordert zum Handeln auf

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz schliesst sich den Aufrufen und Gebeten ihrer internationalen Partnerkirchen und Organisationen für Frieden in der Ukraine an und verurteilt den russischen Angriff. Angesichts des Leids der Kriegsopfer unterstützt sie die humanitäre Soforthilfe des HEKS und die Aufnahme von Geflüchteten in der Schweiz.

Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) verurteilt die letzte Woche begonnene und weiterhin andauernde Aggression gegen die Ukraine aufs Schärfste. Der Angriff Russlands auf die Ukraine gefährdet den Frieden und die Sicherheit Europas und missachtet das Völkerrecht. Die Anstrengungen aller Beteiligten müssen unmittelbar in die Beendigung des Leidens und die Wiederherstellung von Frieden investiert werden.
 
In dieser angespannten Lage gelten die Solidarität und die Gedanken zuallererst allen Menschen in der Ukraine, die unter den Kampfhandlungen und ihren Folgen zu leiden haben. Die EKS schliesst sich dem Aufruf der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen, des Lutherischen Weltbunds, der Konferenz Europäischer Kirchen, der Mennonitischen Weltkonferenz und des Weltrats methodistischer Kirchen zum ökumenischen Online-Gebetsgottesdienst am Aschermittwoch, an. Der Anlass findet am Aschermittwoch, 2. März, um 17.00 Uhr via Zoom (LINK
) statt und wird Christinnen und Christen aus der Ukraine und anderen Teilen der Welt zusammenführen, um für Frieden und ein Ende des anhaltenden Konflikts zu beten. «Frieden muss gelingen», lassen die grossen christlichen Organisationen verlauten.
 
Als Mitglied des Ökumenischen Rats der Kirchen verurteilt die EKS den Einsatz tödlicher Waffengewalt und stellt sich hinter den Aufruf des Metropoliten Onufriy der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats an den russischen Präsidenten, die Auseinandersetzungen zu beenden.
 
Nach Einschätzung der Schweizer Flüchtlingshilfe sind bereits hunderttausende Menschen auf der Flucht. Die Hilfe zugunsten der notleidenden Bevölkerung ist unterdessen angelaufen. Das Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, HEKS, leistet zusammen mit Partnerkirchen in Osteuropa und der Ukraine in den angrenzenden Ländern und in der Ukraine selbst humanitäre Soforthilfe. Ein Teil der insgesamt gesprochenen 700'000 Franken stellt HEKS für Begleitung und Coaching von Schweizer Gastfamilien sowie weitere Unterstützungsmassnahmen für Geflüchtete aus der Ukraine in der Schweiz zur Verfügung. Die EKS spendet 10'000 Franken und ruft ihre Mitgliedkirchen auf, die Soforthilfe des HEKS ebenfalls zu unterstützen. Sie appelliert an die Kirchgemeinden, ihre Kollekten während der Passionszeit für die Nothilfe Ukraine auszurichten.

Spendenkonto: PC 80-1115-1 mit dem Vermerk «Nothilfe Ukrainekonflikt»
 
Die EKS begrüsst die klare Haltung des Bundesrats anlässlich der Pressekonferenz vom 28. Februar, dass die Schweiz die Menschen in der Ukraine und ihre osteuropäischen Partner nicht im Stich lasse. Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sollen in die Schweiz einreisen können, auch wenn sie keinen Pass hätten. Die EKS und ihre Mitgliedkirchen sind gewillt, für die Bewältigung von Flüchtlingsbewegungen den Bundesbehörden ihre Expertise und das Potenzial der Kirchgemeinden zur Verfügung zu stellen.

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