Message

Verheerende Feuersbrunst in Rohingya-Flüchtlingscamp

HEKS leistet zusätzliche Nothilfe für 200'000 Franken. Und bittet dringend um weitere Spenden.

Eine riesige Feuersbrunst hat am Montag im Südosten des grössten Flüchtlingscamps der Rohingya in Bangladesch die behelfsmässigen Unterkünfte von über 45'000 Menschen zerstört. Der Grossbrand erschwert die ohnehin schon sehr prekären Lebensbedingungen der Menschen, die zu Hundertausenden auf engstem Raum in diesen Camps leben müssen, zusätzlich. HEKS, das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz, leistet schon seit längerer Zeit humanitäre Hilfe in diesen Camps und kann die Opfer der Brandkatastrophe deshalb sehr rasch mit zusätzlichen Nothilfe-Massnahmen im Umfang von 200'000 Franken unterstützen.

Meterhoch schlagen die Flammen aus den behelfsmässigen Hütten im Rohingya-Camp Nr. 8 Ost in Cox’s Bazar in Bangladesch. Starker Wind facht das Feuer immer wieder zusätzlich an. Die Menschen rennen um ihr Leben. Zeit, ihre wenigen Habseligkeiten vor dem Flammenmeer in Sicherheit zu bringen, haben sie kaum. Die im Auftrag der Behörden von Bangladesch errichteten Zäune um das Flüchtlingscamp versperren den Menschen die Fluchtwege und erschweren den lokalen Feuerwehren die Löscharbeiten. Bisher sind mindestens 15 Todesopfer zu beklagen. 9'500 Unterkünfte von rund 45'000 Menschen sowie andere wichtige Infrastrukturen sind nur noch Schutt und Asche.

Rasche Hilfe

HEKS hat in den letzten Monaten im betroffenen Camp Nr. 8 Ost bereits 3200 Unterkünfte von 6000 Menschen instandgesetzt. Mindestens 850 dieser auch aus Bambus und Blachen erbauten Hütten sind ein Raub der Flammen geworden. Um die grösste Not der Menschen zu lindern, hat HEKS bereits am Tag nach dem Brandausbruch damit begonnen, einfache Plastikplanen, Matten und Decken an etwa 1000 Familien zu verteilen, aus denen die Betroffenen eine Notunterkunft für die nächsten Tage errichten können.

Glücklicherweise verfügt HEKS in einem Lagerhaus in einem benachbarten Camp über einen Vorrat an Baumaterialien. Dieses Material, welches für den Wiederaufbau von etwa 1000 Unterkünften reicht, soll in den nächsten Tagen ins Camp 8 Ost gebracht werden, um die Rohingya dabei zu unterstützen, ihre Unterkünfte wieder so aufzubauen, wie sie vor dem Brand waren.

Aktuell laufen zudem Abklärungen zum Wiederaufbau der ebenfalls vom Feuer zerstörten sanitären Anlagen und zur Versorgung der am meisten betroffenen Haushalte mit dringend benötigten Kleidern und anderen Gütern des täglichen Bedarfs. Für dieser zusätzliche Nothilfe-Massnahmen setzt HEKS 200'000 Franken ein.

Spendenkonto:
PC 80-1115-1, Vermerk «Nothilfe Rohingya Bangladesch»