Message

Pilgern mit dem Pilgerzentrum St. Jakob

Gehen wird in unserer von Mobilität geprägten Zeit wieder neu entdeckt und als die natürlichste menschliche Fortbewegungsart empfunden. Beim Pilgern kommt eine religiöse Dimension hinzu. Das Aufbrechen, das Unterwegssein und schliesslich das Ankommen am Ziel eines Pilgerweges verweisen auf eine grössere Wirklichkeit, in die unser Leben gestellt ist.

Die Erfahrungen des Weges können zum Gleichnis für ein ganzes Leben werden. In geistlichen Impulsen, Schweigezeiten, Andachten, Gesprächen und Gottesdiensten auf dem Weg kommt Gott ins Gespräch, werden Wegerfahrungen gedeutet und für das eigene Leben handfest gemacht.

Hape Kerkeling, der deutsche Komiker und Fernsehmoderator, beschreibt es in seinem mittlerweile sprichwörtlich gewordenen Buch und Bestseller „Ich bin dann mal weg. Meine Reise auf dem Jakobsweg“ so:

Dieser Weg ist hart und wundervoll. Er ist eine Herausforderung und Einladung. Er macht dich kaputt und leer. Restlos. Und er baut dich wieder auf. Gründlich. Er nimmt dir alle Kraft und gibt sie dir dreifach zurück.“

Pilgerinnen und Pilger lernen, eigene Grenzen zu akzeptieren, aber auch manchmal zu überschreiten. Der Weg zeigt ihnen dabei die eigenen Schwächen und verweist auf eine göttliche Kraft, die hilft, das Leben zu bestehen: Sinneswahrnehmungen, Achtsamkeitsübungen, Gebete (z.B. das Herzensgebet) und Weg-Worte aus der Bibel geben dabei unterwegs Kraft.

Auch ein fröhliches Lied auf den Lippen gibt Pilgernden immer wieder Ermutigung. So lernt man als Pilgerin und als Pilger nicht nur sich selbst besser kennen, sondern auch ein Vertrauen zu Gott.

Pilgerinnen und Pilger überschreiten immer wieder Grenzen verschiedener Art: politische, wirtschaftliche, Religions- und Konfessionsgrenzen, Sprach- und Kulturgrenzen. Pilgerinnen und Pilger, die bereit sind, immer wieder Grenzen zu überschreiten, werden so zu Botschafterinnen und Botschaftern des Friedens und der Verständigung in Europa.

Seit dem Jahr 1996 existiert das Pilgerzentrum St. Jakob am Stauffacher, das der Citykirche „Offener St. Jakob“ und damit der Kirchgemeinde Zürich-Aussersihl zugehörig ist. Das Pilgerzentrum St. Jakob ist Mitglied im Dachverband Jakobsweg Schweiz sowie international mit der Arbeitsgemeinschaft „Pilgern im deutschsprachigen Raum“ vernetzt.

Das Pilgerzentrum St. Jakob versteht sich als Fach- und Kompetenzzentrum in Fragen rund ums Pilgern für Kirchgemeinden, Einzelpilgernde oder Gruppen. Pilgerinnen und Pilger, gerade auch Interessierte, werden hier individuell beraten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf konkreten Pilgerangeboten, die Menschen über die Kantons- und sogar Ländergrenzen hinweg ansprechen und verbinden.

Zwei Mal im Jahr versammelt sich die „Gemeinde auf dem Weg“ in ihrer Heimatkirche, dem Offenen St. Jakob, der Kirche am Stauffacher in der Stadt Zürich. In der „pilgerlosen“ Jahreszeit begegnen wir einander in Foren rund ums Thema Pilgern.

Der Pilgerpfarrer gehört den Gesamtkirchlichen Diensten der ev.ref. Landeskirche Zürich an. Er wird von einer ausgebildeten Pilgerbegleiterin in seiner Arbeit unterstützt.

Zwei Mal im Jahr informiert das Pilgerzentrum St. Jakob alle Interessierte über seine Aktivitäten in einem Versand. Schreiben Sie uns doch und gehören Sie auch zur stets wachsenden Pilgerbewegung! Wir freuen uns, mit Ihnen gemeinsam auf neuen alten Wegen unterwegs zu sein.

Buen camino!

Webseite des Pilgerzentrums St. Jakob

Die Adresse lautet: http://www.jakobspilger.ch

Auswahl von Angeboten und Dienstleistungen

  • Pilgergottesdienst zu Beginn der Pilgersaison mit Pilgersegen für den Weg
  • Pilgergottesdienst zum Ende der Pilgersaison
  • Feier des Jakobstages am 25. Juli
  • An jedem 1. Freitag im Monat „Pilgerstammtisch“ zum Austausch von Pilgererfahrungen
  • Beratung von Kirchgemeinden und Einzelpilgernden
  • Tagespilgern (während der Pilgersaison) alle zwei Wochen am Samstag und Montag
  • Ausstellen von Pilgerpässen
  • Pilgerreisen auf Wegen in ganz Europa
  • Ausbildung von Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleitern
  •   Flyer Pilgerbegleiterausbildung 2018
  • Thematische Pilgerreisen (z. B. „Pilgern für Trauernde“, „Generationenpilgern“, „Pilgern auf den Spuren von Persönlichkeiten der Reformation“, Buspilgern)
  • Novemberforen mit Vorträgen und Workshops rund ums Pilgern
  • Engagement im Dachverband Schweizer Jakobsweg
  • Zusammenarbeit mit dem Kloster Kappel
  • Einführungsseminare ins Pilgern (Biblische Wurzeln, Theologie, Spiritualität und Praktisches Know-How)
  • After-Work-Pilgern in der Stadt Zürich
  • Pilgern & Fasten in der Passionszeit
  • Seelsorge für Pilgerinnen und Pilger (gerade auch nach einer Langzeitpilgerphase)
  • Vorträge und Workshops bei Pilgermessen und beim Ev. Kirchentag in Deutschland oder in Kirchgemeinden