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Tagung zur Poesie der Psalmen: «Möge ihm mein Dichten gefallen»

Im Rahmen des Festivals Liturgie & Poesie

Zusammen mit Hiob, Kohelet, dem Hohelied und den Sprüchen gehört der Psalter zu den poetischen Büchern der Bibel. Seine sprachliche Kraft und Tiefe hat dichtende Beterinnen und Beter über Jahrhunderte hinweg dazu inspiriert, die überlieferten Wortfäden weiterzuspinnen, mit den Motiven zu spielen, neue Lieder zu singen und aus den alten Liedern frische Hoffnung zu schöpfen.

Wie lebendig diese Tradition der Verdichtung ist, lässt sich an der Poesie von Ruth Näf Bernhard (Winterthur), Alexander Bischoff (Montmirail) und Uwe Kolbe (Berlin) ablesen, die die Tagung durch Lesungen und Werkstatt massgeblich gestalten. Höhepunkte werden ein Psalmengottesdienst am Sonntagmorgen und eine poetisch-musikalische «Lecture Performance» mit dem Titel «Psalmen destillieren» am Samstagabend sein.

Dass die Gegenwartspoesie die Gesänge Israels wiedergefunden hat, ist ein Glücksfall. Gott gefällt es. Möge es auch Ihnen gefallen!

Für ein Projekt, das sich der Poesie und poetischen Fortschreibung des Psalters widmet, ist das Kloster Kappel prädestiniert. Die jahrhundertealte Tradition der Tagzeitengebete bildet bis heute den Herzschlag dieses Ortes. Die Psalmentagung ist Teil der Woche «Liturgie und Poesie» in Zürich, die unter anderem von der Theologischen Fakultät, dem St. Anna Forum und dem Kirchenkreis I getragen wird.

Datum
21. – 22. Mai 2022, SA 09.00 Uhr – SO 14.30 Uhr

Kosten
Für Tagung, Performance, Verpflegung und Übernachtung: EZ CHF 390.− | DZ CHF 365.− / Sonderpreis für Studierende: CHF 200.-

Referierende
Ruth Näf Bernhard, Winterthur («Ich liege wach und bin wie ein Vogel», Zürich 2020)
Alexander Bischoff, Montmirail («Psalmen destillieren», Basel 2018)
Uwe Kolbe, Berlin («Psalmen», Frankfurt a. M. 2017)

Leitung
Ralph Kunz, Professor für Praktische Theologie an der Universität Zürich und Pfr. Volker Bleil, Theologischer Leiter Kloster Kappel

Detailprogramm Poesie der Psalmen (PDF)