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KirchGemeindePlus

Damit unsere Kirchgemeinden auch in Zukunft nah, vielfältig und profiliert sind

KirchGemeindePlus ist ein Reformprojekt der Zürcher Landeskirche. Angestossen wurde der Prozess durch ein Postulat in der Kirchensynode zur Förderung der übergemeindlichen Zusammenarbeit. In seiner Antwort skizzierte der Kirchenrat 2012 verschiedene Szenarien der Zusammenarbeit und nahm dabei von Beginn weg den Zusammenschluss von Kirchgemeinden in den Blick. 

Eine Welt in Veränderung

KirchGemeindePlus ist aber mehr als eine Strukturreform, bei der aus aktuell 174 Kirchgemeinden rund 40 Kirchgemeinden werden sollen. Wir leben in grossen Wandlungsprozessen: Pluralisierung, Mobilisierung, Individualisierung, Globalisierung, Digitalisierung. Das Projekt KirchGemeindePlus stellt sich dieser inhaltlichen Herausforderung. Die Frage ist: Wie kann die Kirche auch in dieser angebrochenen Zukunft nahe, vielfältig, profiliert bleiben? 

Mit dem Begriff des dritten Wegs skizziert der Kirchenrat eine inhaltliche Strategie als Antwort auf die Herausforderungen. Der dritte Weg verbindet eine institutionelle Dienstleistungskirche und eine engagierte Beteiligungskirche. Er beschränkt sich also nicht darauf, am Prinzip der Territorialität festzuhalten, in der Kirche einzig als institutionelle Volkskirche verstanden wird. Er sieht die Zukunft aber auch nicht in einer reinen Beteiligungskirche, weil das einer gesellschaftlichen und finanziellen Selbstmarginalisierung gleichkäme. Das Potenzial liegt in der Kombination der beiden Ansätze. 

Reformation und Reform

Die Vision der nahen, vielfältigen und profilierten Kirche stammt aus der reformatorischen Tradition. Die Reformation hat den nahen Gott wieder entdeckt und die Nähe zum Volk gesucht. Ihr allgemeines Priestertum ist eine Aufforderung zur Vielfalt. Und die reformierte Ahnengalerie profilierter Frauen und Männer ist beeindruckend. Die Vorgeschichte der Reform „KirchGemeindePlus“ beginnt mit der Reformation. Ecclesia semper reformanda ist ihr Ruf: Kirche ist zu jeder Zeit umzugestalten.

Projektwebseite

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebseite www.kirchgemeindeplus.ch/