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Niklaus von Flüe: 600!

Der Geburtstag des Mystikers und Nationalheiligen Niklaus von Flüe jährt sich 2017 zum 600. Mal.
Im Reformationsjahr 2017 jährt sich auch der Geburtstag von Niklaus von Flüe zum 600. Mal. Der Einsiedler und Mystiker ist so etwas wie der Schweizer Nationalheilige. Entsprechend ökumenisch wird er gefeiert.
 
Niklaus von Flüe gehört seit Jahrhunderten zu den Leitfiguren der Schweiz. Auch die Reformatoren Ulrich Zwingli und Heinrich Bullinger haben mit Hochachtung von Bruder Klaus gesprochen. So galt und gilt Bruder Klaus über alle konfessionellen Grenzen hinweg als der Schweizer Nationalheilige.
 
2017 wird sein 600. Geburtstag gefeiert und nach der spirituellen und gesellschaftlichen Bedeutung dieser Persönlichkeit gefragt. Wer war dieser seltsame Bergler, der im Alter von 50 Jahren seine Frau und seine zehn Kinder verliess und als Einsiedler in der Ranftschlucht Gott suchte? Wie wurde er zum vielgefragten Seher und Mittler? Und was von ihm ist heute auch heute wegweisend?

 
Nationaler ökumenischer Gedenk- und Feiertag vom 1. April 2017
in Zug „500 Jahre Reformation – 600 Jahre Niklaus von Flüe“


Gemeinsam mit der Schweizer Bischofskonferenz SBK, dem Trägerverein «Mehr Ranft» und der Römisch-katholischen Zentralkonferenz der Schweiz RKZ wird der Schweizerische Evangelische Kirchenbund einen nationalen ökumenischen Gedenk- und Feiertag am 1. April 2017 in Zug veranstalten. Dieser steht unter dem Motto «Gemeinsam zur Mitte» und ist Ausdruck wahrer, ökumenischer Verbundenheit: im Jahre 2017 nur einen grossen, nationalen ökumenischen Anlass durchzuführen, anstatt je einen im Zeichen von «600 Jahre Niklaus von Flüe» und einen im Zeichen von «500 Jahre Reformation».

Es ist ein Anlass im Zeichen von Versöhnung und für die Einheit, an welchem beide Traditionen einander begegnen. Mit Unterstützung der reformierten Kirche Kanton Zug und der katholischen Kirche Kanton Zug werden eine gottesdienstliche Feier mit hochrangiger und repräsentativer Beteiligung und nationaler Ausstrahlung sowie Begleitveranstaltungen vorbereitet, z.B. eine Podiumsveranstaltung zum Thema «Wie (be-)finden wir uns gemeinsam auf dem Weg zur Mitte?» oder ein Vortrag zu «Zeuginnen am Abend vor und während der Schweizer Reformation». Die Liturgie wird zur Verwendung in ökumenischen Gottesdiensten in Kirchgemeinden und Gemeinschaften der ganzen Schweiz während des Jahres 2017 veröffentlicht werden.

 

Theaterstück zu Bruder Klaus: NIMM MICH MIR!

Die Zürcher Kirchen würdigen Bruder Klaus 2017 mit einem ökumenisch getragenen Theaterstück unter der Regie von Hannes Glarner und der Produktionsleitung von Philippe Dätwyler. Die Uraufführung findet am Mittwoch, 12. April 2017, im Kulturhaus Helferei in Zürich statt. Es folgen Aufführungen im Pfarreizentrum Liebfrauen, Zürich und an weiteren Orten.

Angaben zur Tournee und Buchungen für weitere Aufführungen sowie weitere Hintergrundinformationen sind der Projekt-Website von www.nimm-mich-mir.ch zu entnehmen.

Trägerschaft: Reformierte Kirche Kanton Zürich, Katholische Kirche im Kanton Zürich, Reformierter Stadtverband Zürich, Verband der römisch-katholischen Kirchgemeinden der Stadt Zürich, Christkatholische Kirchgemeinde Zürich.

www.nimm-mich-mir.ch

 

„Der Ranft-Ruf“ – ein MusikTheater im Kloster Kappel

Niklaus von Flüe (1417–1487) ist noch heute eine wichtige Figur der Schweizer Geschichte und hat mit seiner Spiritualität, seinem Leben und Wirken eine Bedeutung über die Schweizer Grenzen hinaus. Er folgte einem inneren Ruf, der ihn von seiner Geburt an begleitete und nach einer Phase des inneren Ringens, der Zerrissenheit, in seine Einsiedelei im Ranft führte. „Ranft“ bedeutet im altdeutschen Dialekt „Rand“, was der geografischen Lage der Einsiedelei unterhalb des Dorfes Flüeli (OW) entspricht. Für die Gesellschaft lebte Niklaus von Flüe von da an buchstäblich an ihrem Rand – er selber hingegen war ganz in seiner Mitte angekommen. Indem er seiner Be-Rufung folgte, fand er die Erfüllung seiner Suche nach dem „Einig Wesen“.

Niklaus von Flüe kann auch uns heutige Menschen inspirieren und begleiten. Das MusikTheater „Der Ranft-Ruf“ folgt den Spuren des Mystikers Niklaus von Flüe. Mittels Sprache, Musik und Gesang nähert es sich seinen Visionen an und lässt diese wieder aufleben. Eine Rahmenhandlung mit heutigen Personen ergänzt und konter-kariert das Geschehen. Bei alldem wird „Bruder Klaus“ nicht verklärt, sondern auch kritisch hinterfragt. Die Zuhörenden und -schauenden werden keine abschliessende Deutung erleben, sondern ihre eigene Erfahrung machen und vielleicht auch Antworten finden können.

Das Kloster Kappel und Bruder Klaus (Link)